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AWO bleibt "große Selbsthilfegruppe"

Stadtallendorf AWO bleibt "große Selbsthilfegruppe"

Der AWO-Bundesvorsitzende Wilhelm Schmidt forderte bei der Hauptversammlung des Stadtallendorfer Ortsvereins eine menschlichere Pflege älterer und erkrankter Menschen ein.

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Der AWO-Bundesvorsitzende Wilhelm Schmidt (rechts) nahm auch an der Mitgliederehrung teil. Foto: Heinz-Dieter Henkel

Stadtallendorf. Die Plätze im großen Saal des AWO-Altenzentrums waren nahezu alle besetzt. Es ist außergewöhnlich, dass mit Wilhelm Schmidt der Bundesvorsitzende der AWO eine Ortsmitgliederversammlung besuchte. In einem Vortrag beschrieb Schmidt zunächst die Arbeiterwohlfahrt als einen von sechs Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland. Bundesweit gibt es rund 4000 Vereine und etwa 400 Kreisverbände in denen die Mitglieder ehrenamtlich aktiv sind. Darüber hinaus betreut die AWO 16000 Einrichtungen (darunter 3000 Alten- und Pflegeheime) mit 180000 Mitarbeitern.

Er bezeichnete die AWO als eine „große Selbsthilfegruppe“, deren Ideale von Toleranz, Gerechtigkeit, Gleichheit und Freiheit geprägt seien. Als Partner der öffentlichen Hand forderte er mehr für ältere und hilfsbedürftige Menschen zu tun. „Nicht Banken retten - sondern den Menschen einen Anker zuwerfen“, lautete eine seiner Forderungen an die Politik.Ausführlich beschrieb der Bundesvorsitzende, was er seit Bildung der großen Koalition in Berlin, mit der er große Hoffnungen verbinde, bereits unternommen habe. Unter anderem sei für den Umbau seniorengerechter Wohnungen, damit Menschen solange wie möglich Selbstständig leben können, eine Mittelerhöhung zugesagt worden. Er mahnte bei der Pflege eine menschlich orientierte Pflege an - statt Pflege im Minutentakt. Schmidt würdigte auch die Aktivitäten des Stadtallendorfer Ortsverbands. Diese präsentierte eindrucksvoll im Anschluss Vorsitzender Helmut Heyn. Er stellte die aktuellen Zahlen jenen von vor zehn Jahren gegenüber. So sei die Anzahl der Veranstaltungen der AWO wie Club-Nachmittage, Frühstückstreffs, Ausflugs- und Informationsfahrten und Sonderveranstaltungen von 43 in 2003 auf 89 im vergangenen Jahr angestiegen. Die Teilnehmerzahlen hätten sich in diesem Zeitraum um 279 Prozent erhöht. Auch bei Hausbesuchen sei die Zahl zwischen 2003 und 2013 um 182 Prozent angestiegen.

Heyn betonte noch einmal das uneigennützige Engagement der Mitglieder. Und er warb für das Werben neuer Mitglieder im Freundes- und Verwandtenkreis. Die Zahl der AWO-Mitglieder in Stadtallendorf ist in den vergangenen zehn Jahren nahezu unverändert geblieben. Sie liegt aktuell bei 301. Abschließend ehrte er für ihren 10-jährigen Einsatz beim AWO-Club Marlene Fenderl. Die nächste größere Veranstaltung des AWO-Ortsvereins ist das Ostereier-Würfeln am 24. April im Clubraum des AWO-Altenzentrums am Lohpfad.

von Heinz-Dieter Henkel

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