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AWO bietet Secondhand für jedermann

Neues Konzept für die Kleiderstube AWO bietet Secondhand für jedermann

Wer die Kleiderstube der Kirchhainer Arbeiterwohlfahrt (AWO) betritt, wähnt sich auf den ersten Blick in einem normalen Bekleidungsgeschäft. Eine moderne Ladeneinrichtung begrüßt Kunden in hellen Räumen.

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Die ehrenamtlichen Helfer (von links) Katrin Reichert, Lili Bendel, Heinrich Thielemann, Renate Franz, Ursula Suhr, Heiko Kraft, Hildegard Specht und Antje Schmidt zeigen Kleidungsstücke aus dem Angebot des AWO-Ladens. Foto: Matthias Mayer

Kirchhain. Der erste Verkaufsraum bietet eine professionelle Warenpräsentation. Einziger Unterschied zu einem „normalen“ Laden: An der gepflegten Kleidung hängen keine Preisschilder. Vom ursprünglichen Charakter der vor 15 Jahren gegründeten Einrichtung einer Kleiderkammer oder eines Kaufhauses für Bedürftige ist nichts mehr zu spüren. Und das ist gewollt: „Wir wollen ein Secondhand-laden für alle Kirchhainer Bürger sein, unabhängig von den Einkommensverhältnissen“, erklärt Heinrich Thielemann, der AWO-Kreisvorsitzende.

Lili Bendel ist überzeug, dass der laden auch für Monal- und Besserverdienende ein attraktives Ziel ist: „Wir bekommen sehr gute Sachen gespendet und sind besser sortiert, als mancher Laden“, stellt sie selbstbewusst fest.

Selbst ausgefallene Bekleidung wie Brautkleider oder Trachten fänden sich im Sortiment, zu dem auch Schuhe, Bett- und Tischwäsche, Hausrat, Elektro-Kleingeräte, Bücher, Spielzeug und komplette Kinderausstattung von Strampelanzug bis zum Schulranzen gehörten, berichtete die ehrenamtliche Mitarbeiterin.

Das hat sich in Kirchhain inzwischen rumgesprochen, denn an den beiden Öffnungstagen Dienstag und Donnerstag von 14 bis 17 Uhr ist das acht bis zehnköpfige ehrenamtliche Helferteam inzwischen völlig ausgelastet. „Wir bräuchten einen dritte Öffnungstag, aber dazu fehlen uns noch ein paar ehrenamtliche Helfer“, sagt Lilli Bendel.

Denn mit dem Verkaufen allein ist es nicht getan. Die von den Kirchhainern so großzügig gespendete Ware muss sortiert und in den Verkaufsräumen entsprechend präsentiert werden. Zudem muss der stete Wechsel von Saisonware aus dem Lager in die Verkaufsräume und umgekehrt gewährleistet werden.

Nachfrage und Warendurchsatz sind hoch - kein Wunder bei dem niedrigen Preisniveau, das vom Team praktisch aus dem Bau heraus festgesetzt wird. Nur die Abteilung für Kinderbekleidung würde sich über mehr Kunden freuen. „Dabei haben wir ungeheuer schöne Kindersachen“, sagt Renate Franz und hält zum Beweis ein offenbar nie getragenes Kleidchen hoch.

Die Kosten für den Laden in dern Borngasse werden durch die Verkaufserlöse getragen. Wer im Team mitarbeiten möchte, kann sich während der Öffnungszeiten im Laden melden.

von Matthias Mayer

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