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AC Forelle wird Herr im eigenen Haus

Eigentum AC Forelle wird Herr im eigenen Haus

20000 Euro sind dem AC Forelle die 845 Quadratmeter wert, auf denen das Vereinsheim steht. Den Feuerlöschteich, der auf dem Gelände steht, können die Mardorfer weiter nutzen.

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Albert Jentsch, der Vorsitzende des AC Forelle, blickt mit Stolz auf das Vereinsheim, das die Mitglieder am Feuerlöschteich errichteten – auf einem Gelände, das bald größtenteils dem Verein gehört.Foto: Florian Lerchbacher

Mardorf. „Wer das Gelände vor acht Jahren das letzte Mal sah, wird es heute nicht wiedererkennen“, betont Bürgermeister Michael Plettenberg. Der Verein hält den Bereich um den städtischen Feuerlöschteich seit einigen Jahren in Ordnung, hat dort eine Anglerhütte gebaut und darin quasi das in die Jahre gekommene Pumpenhäuschen der Stadt integriert. „Wir haben es sozusagen für einen Appel und ein Ei saniert bekommen“, freut sich der Rathauschef und betont, dass zudem der Feuerlöschteich „top gepflegt“ sei: „Das ist eine sehr gute Partnerschaft.“

Allerdings, so hebt Vorsitzender Albert Jentsch hervor, gibt es nur einen Pachtvertrag: „Dieser läuft bis 2030. Aber was ist, wenn er ausläuft? Wir möchten ein bisschen Sicherheit für die Zukunft. Nicht, dass dann jemand kommt und sagt: ,Tschüss, das war‘s.‘“ Aus diesem Grund wolle der AC Forelle einen Teil des Grundstückes kaufen: Für 845 Quadratmeter ist er bereit, 20000 Euro hinzublättern - was mehr als der eigentliche Wert ist, wie Jan-Gernot Wichert, der Vorsitzende der CDU, während der Bauausschusssitzung herausstellte. „Naja, wir wollen das Gelände unbedingt haben - deswegen haben wir diese Summe angeboten“, entgegnete Jentsch.

„Der Kaufgegenstand wurde so gewählt, dass weder der Feuerlöschteich selbst noch Anlagen der Trinkwasserversorgung mitverkauft oder vom Kaufvertrag direkt betroffen werden“, heißt es in der entsprechenden Magistratsvorlage. Angesichts dieser Tatsache zeigten sich die Mitglieder des Ausschusses mit dem Anliegen einverstanden. „Auch im Magistrat gab es keine Einwände - wir konnten keinen Pferdefuß finden“, sagte Plettenberg. Und so sprachen dann auch die Ausschussmitglieder den Stadtverordneten einstimmig die Empfehlung aus, dem 39 Mitglieder zählenden Verein das Gelände zu verkaufen.

von Florian Lerchbacher

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