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90 Musiker sorgen für viel Abwechslung

Begegnungskonzert 90 Musiker sorgen für viel Abwechslung

Das Konzert der evangelischen Sing- und Musikschule Stadtallendorf und der Heinrich-Berger-Musikschule Coswig vor 300 Besuchern war der krönende Höhepunkt des ersten Begegnungswochenendes.

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Der Kinderchor und der Chor der evangelischen Musikschule Stadtallendorf eröffneten das Konzert. Julia Koch (kleines Bild, links) und Anastasia Koch aus Coswig begeisterten an der Harfe.Fotos: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. Worte gab es an diesem Abend nur wenige zu hören. Worauf es ankam, war neben der Begegnung die Musik. 90 Musiker - Solisten, Ensembles, Chöre und preisgekrönte Teilnehmer des Wettbewerbs Jugend musiziert - sorgten auf hohem Niveau für ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm, das die gesamte Bandbreite des Unterrichtsange­botes der Musikschulen aus den beiden Partnerstädten wider­spiegelte.

Schon im Vorfeld des Konzerts, in den Gastfamilien und während eines Workshops, waren erste Freundschaften entstanden, wie Philipp Schütz berichtete. Er ist seit einem Jahr Leiter der evangelischen Sing- und Musikschule und ihm stand die Freude förmlich ins Gesicht geschrieben, als er die rund 300 Besucher in der Stadthalle willkommen hieß.

Als im vergangenen Herbst eine Stadtallendorfer Delegation die Partnerstadt Coswig besucht hatte, war der Kontakt zu der dortigen Heinrich-Berger-Musikschule entstanden. Schütz ergriff die Initiative und lud die Musiker zu einem Begegnungswochenende nach Stadtallendorf ein. Und das wurde zum Erfolg: Zahlreiche Besucher sprachen ihm am Ende des Konzertes zur gelungenen Veranstaltung ihre Glückwünsche aus. Auch die musikalische Gesamtleitung des Abends lag in seinen Händen. Unter seiner Leitung eröffneten der Kinderchor und der Chor der Stadtallendorfer Sing- und Musikschule (SMS) den Abend mit dem Lied „Schau auf die Welt“. Gloria Berkei (5 Jahre), jüngste Musikerin des Abends, zeigte dabei, was sie am Klavier schon alles gelernt hat. Lampenfieber war ihr dabei nicht anzumerken. Genauso wenig wie bei seinem Auftritt dem 15-jährigen Viktor Poberej aus Stadtallendorf. Er liebt klassische Musik und zeigte mit einem tollen Auftritt, dass sich die „Toccata“ von J. S. Bach durchaus auch auf einer E-Gitarre umsetzen lässt.

Philipp Schütz erhält für seine Initiative viel Lob

Mit rund 25 Musikern bildete das Streicher-Ensemble der SMS die größte Instrumentalgruppe. Weiter begeisterten Michael Seidel, Louisa Müller und Melanie Penta am Klavier sowie das Saxophon-Ensemble mit Lisa Maria Beuthner, Michaela Schurich, Jona Damm, Christa Görge und Lehrer Thomas Groß. Die Musiklehrer Thomas Klein, Monika Ratajczyk, Hildegund Rautenberg und David MacDonald unterstützen ihre Schüler bei den Auftritten.

Der Kinderchor der „Kreuz der Liebe“-Gemeinde zeigte dann mit „Echt Elefantastisch“ einen erfrischenden Auftritt. Als preisgekrönte Teilnehmerin des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ entlockte Julia Koch (Coswig) ihrer Harfe zusammen mit Anastasia Koch beim Lied „Habanera Gris“ Klänge voller Sehnsucht.

Vierhändig ließ dann die zehnjährige Anastasia zusammen mit Joel Giese die Finger beim „Fuchstanz“ über die Tastatur fliegen. Besonders schön gelang das Zusammenspiel von Julia Koch (Harfe), Jonas Hänelt und Max Wernicke (Blockflöte) beim Lied „Greensleeves“.

Herausragend auch der Auftritt der Coswig-Preisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ Emma Müller (Marimbaphone), Felix Neumann (Xylophon), Simon Köhn, Leon Hoppe und Marcel Redlich, die an Pauke, Kochtöpfen und Deckeln ein wahres musikalisches Trommel-Feuerwerk entfachten.

Die rund 25 jungen Musiker aus Coswig wurden begleitet von den Musiklehrern Heinz Köthe, Mariana Hatos und Doris Lavakuntscheva. Mit dabei war auch Coswigs Bürgermeisterin Doris Berlin. „Gerade heute mit den Kindern haben wir das erreicht, was wir wollen, nämlich, dass Menschen sich begegnen und miteinander sprechen“, sagte sie im Gespräch mit dieser Zeitung und betonte: „Der heutige Abend war der krönende Abschluss der Reise.“

„Die Reise hat sich gelohnt, und es wird eine Wiederholung geben“, erklärte Steffi Friedrich, Leiterin der Heinrich Berger Musikschule. „Wir wurden herzlich aufgenommen, alles war toll organisiert. Es hat uns allen Spaß gemacht“, lobte sie am Rande der Veranstaltung.

von Karin Waldhüter

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