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90 Jahre - und kein bisschen müde

Runder Geburtstag 90 Jahre - und kein bisschen müde

Mit dem Aufstieg in die Kreisoberliga hat sich der RSV 1924 Roßdorf zum 90-jährigen Bestehen selbst das größte Geschenk gemacht. Der Festkommers stand dennoch ganz im Zeichen des runden Geburtstages.

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Während des Festkommerses ehrten die Verantwortlichen des RSV Roßdorf zahlreiche langjährige Mitglieder.Foto: Karin Waldhüter

Roßdorf. Zahlreiche Redner würdigten die Arbeit des mit 440 Mitgliedern größten Roßdorfer Vereins und insbesondere des Vorsitzenden, Alfred Schick. „Im Gegensatz zu uns Menschen ist der RSV in diesem hohen Alter immer aktiver geworden“, stellte der stellvertretende Vorsitzende Ludwig Preis während seiner Ansprache fest.

Er erinnerte an besondere Leistungen des Vereins in den vergangenen Jahren, wie die Ausgleichsmaßnahme für den neuen Sportplatz und das Aufstellen eines Containers, um die Umkleidemöglichkeiten für die vielen Jugendmannschaften zu verbessern. Eine richtige Entscheidung sei es gewesen, im Jahr 2010 ein zweites Sportgelände anzulegen. Zudem stellte er den Umbau und Anbau der Sportanlage heraus.

Preis rief alle Mitglieder auf, den RSV zu unterstützen. „Das alles wurde bisher schuldenfrei abgearbeitet. Dies ist in erster Linie ein Verdienst unseres Vorsitzenden Alfred Schick, der unzählige Stunden im Sportheim ist und vieles für viele unsichtbar erledigt“, sagter er, ließ aber auch die Unterstützung durch das Land Hessen, den Landkreis Marburg-Biedenkopf und die Stadt Amöneburg nicht in Vergessenheit geraten.

Auf großen Anklang unter den rund 250 Besuchern stieß die Rede des „Mittelfeldstrategen“ Florian Neubauer. Der Spieler warf einen Blick auf die sportlichen Erfolge und die Vereinsarbeit und berichtete, was den Verein aus seiner Sicht so einzigartig mache: Er stellte heraus, dass auch junge Menschen Verantwortung übernehmen und integriert werden. Zudem sei das Engagement der Mitglieder hoch und die Teamarbeit funktioniere. Unbestritten sei, dass Alfred Schick den Verein in einer Art und Weise geprägt habe, die sicherlich im Umkreis ihresgleichen suche.

Wichtiger Bestandteil des RSV seien auch die Damenmannschaften. „Die erste Mannschaft ist sicherlich das Aushängeschild für den Verein“, sagte Neubauer und erinnerte an den Gewinn des Hessenpokals und an das Spiel gegen den FC Bayern München.

Für Auflockerung zwischen den Reden sorgten die Beiträge des Gesangvereins „Sängerlust“ Roßdorf mit den beiden Chören „Cantilena“ und dem „Männerchor“ unter der Leitung von Bernhard Wieber.

Der RSV als Leistungszentrum

„Der RSV ist zurzeit das Leistungszentrum in unserer Gemeinde für den Fußballsport“, betonte Schirmherr und Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg. Das liege zum einen an dem Menschen Alfred Schick, aber auch daran, dass viele Menschen ein Team bildeten - und es auch neben dem Platz ein großes Helferteam gebe. Neben dem Fußball sei der RSV auch wichtig für den Seniorensport und die Jugendarbeit. Deswegen sei es wichtig, dass das Land, der Landkreis und die Kommune den Sport unterstützen und in diesem Bereich an einem Strang zögen.

„90 Jahre alt zu werden und dabei so einen Schwung zu haben, da gibt es nicht viele im Landkreis“, würdigte Landrätin Kirsten Fründt. Verantwortlich dafür seien der Vereinsvorstand und ein tolles Team, das ganz viel Arbeit leiste, die keiner sehe. „Es funktioniert bei Ihnen, das ist fantastisch“, lobte Jürgen Hertlein vom Landessportbund.

Für über 35 Jahre im Verein und ihren Einsatz, unter anderem im Bereich Seniorensport, zeichnete er Brunhilde Gondrum aus. Mit einer emotionalen Rede wandte sich der Ehrenbeauftragte des DFB Henner Auffahrt an die Besucher. Der RSV Roßdorf sei für ihn ein Vorzeigeverein im Landkreis, sagte er und hob die gute Jugendarbeit hervor. Alfred Schick sei, als Träger des Bundesverdienstkreuzes, ein Leuchtturm, der viel geleistet habe.

Im Namen des Hessischen Fußballverbandes und als Ehrenbeauftragter des DFB überreichte Henner Auffahrt die große Verdienstnadel an Walter Wachtel für besondere Verdienste im Sport. Wolfgang Luzius und Ralf Becker würdigte er mit dem Ehrenbrief des Hessischen Fußballverbandes für die Arbeit im Verein. Für besondere Verdienste überreichte er für vorbildliche ehrenamtliche Leistungen eine DFB-Uhr und eine Ehrenamtsurkunde an Matthias Hahne und Heinrich Ried. Anschließend wurden langjährige Mitglieder geehrt, die teilweise schon seit 60 Jahren dem Verein angehören.

Die Geehrten:

60 Jahre Mitglied sind: Ewald Bieker, Reinhold Jakobi, Alfred Rausch, Rudolf Rhiel, Heinrich Ried und Ludwig Ried.

25 Jahre: Hans-Jürgen Böse, Monika Böse, Norbert Daube, Robert Ebinger, Katja Fritsch, Dagmar Hofmann, Michael Jacobi, Herbert Jansen, Rainer Jennemann, Paul Kraus, Roland Kraus, Markus Luzius, Mario Luzius, Reinhard Luzius, Ingeborg Orth, Alfred Ried, Gudrun Ried, Karl-Heinz Ried, Simone Ried, Volker Ried, Gabriele Ruppert-Lemmer, Detlef Schick, Thomas Slany, Jörg Stock, Rüdiger Stock, Willi Thörner, Mario Schäfer, Marco Pöltl, Bernd Krähling, Thomas Jakobi und Roswitha Jakobi.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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