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85 Kinder erleben Ferienspaß im Wald

Sagen- und märchenhaft 85 Kinder erleben Ferienspaß im Wald

Das weitläufige Gelände auf und rund um den Rauschenberger Waldsportplatz war auch in diesem Jahr wieder zentrale Anlaufstelle der Ferienspiele.

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Stefan Ullrich hilft an der Seilbahn, während Elisabeth Kreyling (kleines Foto) einige Kinder beim Erlernen des Textes für das Theaterstück unterstützt.

Quelle: Heinz-Dieter Henkel

Rauschenberg. Der Rasen war frisch gemäht, freute sich Stadtjugendpfleger Stefan Ullrich über die Vorarbeiten, die vermutlich der TSV Rauschenberg, der dieses Gelände längerfristig gepachtet hat, wohl aber nicht mehr nutzt, geleistet hatte. Mit seinem 14-köpfigen Helferstab waren die beiden größeren Zelte schnell aufgebaut und bestuhlt. Das ehemalige Umkleidehäuschen wird als Materiallager genutzt, und seit eine Teamerin dafür verantwortlich zeichnet, ist auch alles schön aufgeräumt und griffbereit.

Länger dauert da schon der tägliche Aufbau der Seilbahn und des kleinen Klettergartens gleich nebenan nahe dem Osterplatz. „Diese Montagearbeiten müssen leider täglich erledigt werden, weil im Vorjahr über Nacht die Slacklines zerschnitten und die Halterung der Seilbahn gelockert worden waren“ berichtet Ullrich.

Ansonsten herrscht eine entspannte Atmosphäre. „Das Gelände ist weitläufig und Konflikte sind schon deswegen selten“, freut sich der Hauptamtliche über eine angenehme Zeit mit wenig Stress.

Rekordbeteiligung knapp verfehlt

Von 8.30 bis 15.30 Uhr verbringen die 85 Kinder aus allen Rauschenberger Stadtteilen ihre zweite Ferienwoche auf dem Sportplatz. „Wären nicht einige Kinder krank geworden, hätten wir Rekordbeteiligung“, vermeldet Ullrich nicht ohne Stolz.

Das Angebot ist vielfältig und steht unter dem Motto „Es war einmal…Sagen, Märchen und Mythen“. In Kleingruppen werden Märchenschlösser gebaut, Zauberstäbe gebastelt, Handpuppen gefertigt, Windlichter angemalt, Ritterhelme, Schilder und Schwerter aus Pappe hergestellt. Elisabeth Kreyling, die kürzlich im Theaterstück zum Stadtjubiläum eine zentrale Rolle spielte, hat eigens für den Elternabend der Ferienspiele einen Text für eine kleine Aufführung geschrieben. Alle sind damit beschäftigt, ihre Texte zu lernen, denn viel Zeit bleibt nicht.

Die Jungen sieht man nur selten. Sie wechseln zwischen Fußballspiel, Klettergarten und Hüttenbau mitten im Wald. Sie haben sogar einen Waldgarten angelegt, der so blitzeblank gefegt ist, dass er Konkurrenz mit jedem Kinderzimmer aufnimmt.

Ihr Frühstück bringen die Kinder selbst mit. Dagegen wird das Mittagessen von Monika Fülling in der Kratz‘schen Scheune zubereitet und frisch angeliefert.

Beim Schwimmbadtag gibt es zusätzlich noch Speiseeis. Für schlechte Witterungslagen stehen den Kindern das Bürgerhaus und die Sporthalle zur Verfügung. Doch die blieben trotz kleiner Schauer ungenutzt.

Wenn die Sechs- bis 13-Jährigen ihr Ferienprogramm absolviert haben werden, geht es für Stefan Ullrich mit einer elftägigen Jugendfreizeit in Wiegboldsbur in Ostfriesland weiter.

von Heinz-Dieter Henkel

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