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820 000 Euro für das „Sahnestück“

Streit um Bahnhofsgelände 820 000 Euro für das „Sahnestück“

Die Stadtverordnetenversammlung gab grünes Licht für den Kauf des Bahnhofsumfeldes – die Mitglieder von „Kompetenz für Kirchhain“ stimmten dafür, die SPD war dagegen, die Linken enthielten sich.

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Die Stadt Kirchhain zehlt einen hohen Preis an die Bahn um das umliegende Gelände des Bahnhofes zu erneuern.

Quelle: Archivfoto

Kirchhain. 820 000 Euro muss die Stadt Kirchhain an die Bahn zahlen, um das rund 11 500 Quadratmeter große Umfeld des Bahnhofes im Sinne der Stadtentwicklung voranzubringen– für die SPD ist das zu viel, wie Vorsitzender Olaf Hausmann am Montag während der Stadtverordnetenversammlung betonte.

Zwar sei seine Fraktion für die Umgestaltung des Vorplatzes, allerdings nicht zu diesem Preis. Die Mitglieder von „Kompetenz für Kirchhain“ (KfK) freuten sich indes, dass endlich Bewegung in die Angelegenheit komme: Reiner Nau (Die Grünen) zeigte zum Beispiel Pläne für die Umgestaltung aus dem Jahr 1991, die nie umgesetzt wurden.

„In den Bahnhof hatte die Bahn jahrzehntelang nichts investiert – von daher war es gut, das Gebäude gekauft zu haben, denn nun können wir etwas unternehmen“, sagte Uwe Pöppler (CDU) und übte weitere Kritik: „Ins Umfeld konnte die Kommune auch jahrelang nicht investieren – so sieht es auch aus. Der Bahnhof, der eine Visitenkarte der Stadt sein sollte, hat derzeit den Charme eines in die Jahre gekommen Dixie-Klos.“

Es sei an der Zeit, Geld in die Hand zu nehmen und den Bahnhof insgesamt neu zu gestalten, nachdem die Bahn das Thema jahrelang verschleppt habe. In den vergangenen 14 Monaten hatte das Unternehmen zum Beispiel eine Kaufanfrage der Stadt schlichtweg unbeantwortet gelassen.

Wenn wir diesen nicht haben, können wir die Situation auf dem Vorplatz auch nicht verbessern.“ Er bezeichnete das Angebot der Bahn als fair. „Das Gelände ist ein Sahnestück, der Preis ist angemessen“, fügte Nau hinzu. „Wir können es so herrichten, wie wir wollen“, äußerte sich Aschenbrenner zu einer Frage von Hausmann.

von Florian Lerchbacher

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