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80 fleißige Helfer trotzen dem Nieselregen

Langendorf 80 fleißige Helfer trotzen dem Nieselregen

Nun schon im zehnten Jahr trafen sich Langendorfs Einwohner auf Einladung des Ortsbeirats zu einem großen freiwilligen Einsatz für ihr Dorf.

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Ein neues Spielgerät wurde in Langendorf von den freiwilligen Helfern zusammengefügt. Rechtes Bild: Helfer sanierten maroden Straßenpflaster. Fotos: Heinz-Dieter Henkel

Langendorf. Nur kurz dauerte die Telefonberatung wegen des Nieseldauerregens am Morgen, dann stand fest: Der Aktionstag findet statt. „Die Materialien waren alle vor Ort, die Baufahrzeuge der Gemeinde bestellt, da spielte das Wetter nur noch eine untergeordnete Rolle“, berichtete Ortsvorsteher Bernd Schneider. Pünktlich um 9 Uhr begrüßte er zu aller Überraschung mehr als 80 freiwillige Helfer des insgesamt 420 Einwohner zählenden Dorfs.

Bestens gegen Kälte und Regen gewappnet war eine Arbeitsgruppe mit der Neugestaltung des Kinderspielplatzes beschäftigt. Bereits 14 Tage vorher hatten Freiwillige damit begonnen ein Multifunktionsklettergerät mit integrierter großer Rutsche zusammenzubauen, an dem sie nun weiterarbeiteten und die Fundamente fixierten.

Nebenan war eine größere Gruppe mit dem Aufbau der rot leuchtenden Seilbahn beschäftigt war. Sie ins Lot zu bringen schien das größte Problem. Und mittendrin waren einige Kinder, die sich schon mal ihr zukünftiges Spielgerät anschauten und am liebsten sofort losgefahren, -gerutscht oder -geklettert hätten.

Direkt an der Kirche die nächste Baustelle. Dort war aus dem Vorhaben den bereits angelegten behindertengerechten Zugang zur Kirche zu pflastern (die OP berichtete) eine Großbaustelle geworden, da die alte Pflasterung des Vorplatzes ein wenig dem örtlichen Gefälle gefolgt war. Die Arbeiten, bestehend aus Steine entfernen, Unterbau stabilisieren, Feinschotter aufbringen, alte Steine säubern und neu verlegen gingen zügig voran. Nur wenige 100 Meter weiter in der „Sandstraße“ und der „Unteren Dorfstraße“ war eine Arbeitsgruppe damit beschäftigt lockere Pflastersteine aufzunehmen.

Unter Anleitung des mit über 70 Jahren ältesten Helfers Karl Hartmann nahmen er und seine Mitarbeiter die lockeren Pflastersteine aus dem Verbund heraus und setzten sie wieder fest ein. Die dabei jeweils halbseitige Straßensperrung wurde eher freundlich als hinderlich von den gelegentlichen Nutzern zur Kenntnis genommen. Ja man konnte fast meinen, dass jene Einwohner die nicht beim Aktionstag mithalfen ein schlechtes Gewissen hatten.

Pünktlich um 12 Uhr gab es in der Dorfscheune das Mittagsbuffet. Die Reihen waren schon gut gefüllt als die Frauen des SV Langendorf, die auf dem Friedhof ihre Ausbesserungs- und Aufräumarbeiten abgeschlossen hatten, ankamen und meinten, dass ein Sektchen gut tun würde. Da auf die Männer diesbezüglich kein Verlass ist, hatten sie selbst vorgesorgt und für eine kleine Anregung nach dem Essen gesorgt. Ohne Aufforderung standen die freiwilligen Helfer pünktlich nach einer halben Stunde auf und gingen trotz der nur wenig einladenden Witterung wieder an ihre Arbeit.

Die Mitglieder des MGV setzten ihre Anstricharbeiten an der Dorfscheune fort, während jene, die auf dem Sportplatz einen neuen Lagerraum inzwischen fertig gestellt hatten, die anderen unterstützen.

von Heinz-Dieter Henkel

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