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80 Helfer ermöglichen großes Fest

Heildbeertanz in Rauschenberg 80 Helfer ermöglichen großes Fest

Der traditionelle Heidelbeertanz erfreut sich noch immer besonderer Beliebtheit. Mehr als 1100 Besucher mögen am Wochenende zum größten Rauschenberger Fest an die Burgruine gepilgert sein.

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Am Samstagabend stand der Heidelbeertanz hoch über Rauschenberg ganz im Zeichen von Tanz und Schwof. Gestern ließen sich große und kleine Besucher den Heidelbeerkuchen schmecken. Fotos: Heinz-Dieter Henkel

Rauschenberg. An zwei Tagen im Jahr wird die alte Rauschenberger Burgruine, wohin sich ansonsten immer seltener Besucher verirren und um deren Gemäuer ein Hauch von Geschichte weht, aus ihrem Dornröschenschlaf gerissen. Dann ist Heidelbeertanz auf dem Schlossberg.

In jedem Jahr ähnliche Scherze über den, zumindest für einige Besucher, beschwerlichen Aufstieg. Doch der wurde auch in diesmal wieder gerne in Angriff genommen. Und die rund 700 Gäste brauchten nichts zu bereuen. Herrlichstes Sommerwetter und angenehme Temperaturen bis tief in die Nacht luden förmlich zum Feiern ein. Dazu die Livemusik der heimischen Tanz- und Unterhaltungsband „Moskitos“, die für jeden musikalischen Geschmack etwas in ihrem Repertoire hatten.

Die Gewitter verzogensich rechtzeitig

Noch am Morgen war ein Gewitterschauer über dem Schlossberg nieder gegangen, doch der bereitete den Verantwortlichen des gastgebenden TSV Rauschenberg, der nun schon zum 8. Male die Traditionsveranstaltung nach den Sängern ausrichtete, wenig Sorgen. „Das hat die Luft gereinigt und die Waldbrandgefahr erheblich vermindert“, freute sich Vereinsvorsitzender Herbert Schleiter darüber sogar.

Bereits 14 Tage vor der Veranstaltung war der erste fleißige Helfer in Aktion. Die Zuwegung und der Platz auf und um die Ruine mussten von hohem Gras und reichlich Brennnesseln befreit werden, damit er ansehnlich und wieder nutzbar wurde. So gesehen hat der emsige Horst Siegert sich um mehr als nur das Fest verdient gemacht. In der letzten Woche wurde dann die Tanzfläche aufgebaut, die Sektbar errichtet und die Beleuchtung installiert. Da arbeiteten dann bis zu 25 freiwillige Helfer pro Abend.

Insgesamt hatte der TSV Rauschenberg an beiden Tagen rund 80 Helfer im Einsatz. „Die muss man erst einmal haben“, erzählte Vereinsboss Schleiter. Und die mussten, wegen der tollen Stimmung, dann auch noch eine Sonderschicht einlegen.

Der Sonntagnachmittag gehörte traditionsgemäß dem Heidelbeerkuchen. Der Festausschuss hatte 32 Bleche von der eher seltenen Kuchensorte geordert. Nach dem Gottesdienst von Pfarrerin Kathrin Wittich begann der Verkauf.

Wie bereits am Vorabend lockte das herrliche Sommerwetter so viele Besucher zur Burg, dass - erwartungsgemäß - kein Stück übrig blieb. Der stündliche, kostenlose Shuttleservice des Autohauses Horst wurde reichlich in Anspruch genommen und ermöglichte Gehbehinderten die Teilnahme an einer ansonsten nur schwer erreichbaren Veranstaltung. Zahlreiche Radfahrer nutzen die Gelegenheit, strampelten bis zum Kriegerdenkmal und gingen den Rest zu Fuß.

Spielte am Nachmittag der Rauschenberger Musikverein zu Kaffee und Kuchen auf, wurde dieser am Abend vom „B3-Express“ abgelöst.

Völlig geschafft, aber hoch zufrieden zog Herbert Schleiter ein uneingeschränktes positives Fazit der Veranstaltung. Es muss zwar noch gut einen halben Tag abgeräumt werden, aber dann ist für alle Helfer erst einmal Ruhen angesagt.

von Heinz-Dieter Henkel

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