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750 Cent für die Chronik

750 Jahre Rauschenberg 750 Cent für die Chronik

Zu einer 750-Jahr-Feier gehört auch eine Chronik. Dass es diese zum Rauschenberger Stadtjubiläum gibt, ist ein Verdienst von Ursula Riedig, Gerhard Friedrich und Stefan Seibert.

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Gerhard Friedrich zeigt die Chronik zum Rauschenberger Stadtjubiläum.

Quelle: Matthias Mayer

Rauschenberg. Und es ist eine Chronik der besonderen Art, denn sie beginnt nicht am 25.Mai 1266, als Graf Gottfried von Ziegenhain seiner Stadt Rauschenberg die Stadtrechte verlieh, sondern 726 Jahre später im Jahr 1992. Und das hat seinen besonderen Grund, wie Gerhard Friedrich im Gespräch mit der OP berichtete. „Zur 725-Jahrfeier 1991 ist eine umfangreiche Stadtchronik der Rauschenberger erschienen. Von der gibt es noch kistenweise Exemplare im Verkehrsbüro, sodass wir uns entschieden haben, eine Fortschreibung dieser Chronik mit Blick auf die vergangenen 25 Jahre zu verfassen“, sagte Friedrich, der gemeinsam mit Stefan Schleiter Vorsitzender des Festausschusses ist.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Auf 164 Seiten Hochglanzpapier wird der Leser umfassend mit der jüngeren Entwicklung Rauschenbergs vertraut gemacht.

Einleitend gibt es Texte über die Infrastruktur der Stadt, die Wirtschaft, die zauberhafte Umgebung, die Landwirtschaft und die städtischen Einrichtungen. Umfangreiches Statistik-Material zeigt verschiedene Entwicklungen Rauschenbergs auf - in die positive aber auch in die ­negative Richtung. Lesenswert sind die von den Vereinen gelieferten Vereinsporträts, die eine bemerkenswerte Vielfalt widerspiegeln.

Jahreschronik nimmt Hauptteil ein

Die Jahreschroniken, die den Hauptteil des Buches ausmachen, folgen einer übersichtlichen Struktur. Jedes Jahr zwischen 1992 und 2015 hat ein eigenes Kapitel. Unter den Schlagworten Allgemeines, Vereinsleben, Wirtschaft, Sportliches und Soziales wird wiedergegeben, was die Rauschenberger in den betreffenden Jahren besonders bewegt hat.

Gefüllt werden diese Seiten durch die einzigartige Sammlung von Karl-Heinz Krause, der über Jahrzehnte hinweg selbst kleinste Rauschenberg-Meldungen aus der OP archivierte und seinen Schatz dem Chronik-Team zur Verfügung stellte. Willi Wolf digitalisierte das Material, Ursula Riedig hat die CDs gesichtet und die Texte handschriftlich verdichtet und Gerhard Friedrich erledigte den Satz.

Aus der Faktensammlung lassen sich gewaltige Veränderungen erkennen. 1992 hatte Rauschenberg eine Pro-Kopf-Verschuldung von nur 500 Mark. Für das Baugrundstück der Mehrzweckhalle Bracht galt ein Schätzpreis von 57000 Mark. Rauschenberg war noch Luftkurort und Sitz eines großen Forstamtes - besaß aber auch vieles nicht, was heute selbstverständlich ist. Die Chronik ist für 7,50 Euro oder 750 Cent in der Schatzkiste erhältlich.

von Matthias Mayer

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