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51 Jahre und vier Monate

Geburtstag 51 Jahre und vier Monate

Wenn er könnte wie er wollte, dann wäre er noch immer jeden Tag in seiner Stadt unterwegs. Heinrich Röder, ehemaliger Bürgermeister von Kirchhain, feierte seinen 90. Geburtstag mit vielen Gästen.

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Der ehemaliger Kirchhainer Bürgermeister Heinrich Röder feierte seinen 90. Geburtstag. Foto: Katja Peters

Kirchhain. Der Kirchhainer Männergesangsverein war in voller Besetzung da, ebenso Landrätin, Bürgermeister und etliche andere Offizielle. Sie alle gratulierten Heinrich Röder zu seinem 90. Geburtstag. Im Alter von 13 Jahren begann dieser seine Verwaltungslehre bei der Stadt. „Ich war der einzige, der aus einem der damals noch umliegenden Dörfer angenommen wurde“, berichtete er gestern nicht ohne Stolz.

Zimmer Nummer Acht im alten Rathaus war sein erstes Dienstzimmer. 1978 bezog er das Bürgermeisterbüro und blieb dort bis zur seiner Pensionierung. 51 Jahre und vier Monate arbeitete er bis dato für die Stadt Kirchhain und das mit vollem Elan. Das spürt man auch heute noch.

Mit viel Leidenschaft erzählt Heinrich Röder was er in jener Zeit alles vorangebracht hat. Beispielsweise die Stadtsanierung, die Fußgängerzone und vor allem den Bau der Ortsumgehung. LKW, PKW, ja sogar Panzer seien früher durch die Innenstadt gefahren. Das wollte er ändern. Bis zum Ministerpräsidenten nach Wiesbaden sei er damals gefahren, hat persönlich die Unterschriftensammlung überreicht und sich für die Ortsumgehung stark gemacht. „Wenn ich alles aufzähle, dann sitzen sie heute Nachmittag noch hier“, sagt der 90-Jährige lachend.

Ein ganz besonderes Anliegen war ihm in den Jahren auch immer das Ehrenamt. Nicht nur, dass er es als Bürgermeister immer unterstützt hat, nein er war auch in vielen Vereinen Mitglied und Förderer. So gab es denn auch diverse Auszeichnungen wie die Verdienstmedaille des Deutschen Roten Kreuzes oder die silberne Ehrennadel vom Deutschen Sportbund - eine hohe Auszeichnung für Nicht-Sportler, wurde bei der Übergabe 1992 betont. Die größte Wertschätzung gab es zweifelsohne mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande für sein Lebenswerk.

„In seinem Leben stand immer der Beruf an erster Stelle“, sagt Ehefrau Erika. Sie hat ihm in der ganzen Zeit den Rücken freigehalten und immer unterstützt wo es nur ging. Seine drei Kinder kennen ihn gar nicht anders. Nach dem Abendessen musste er oft nochmal los, zu Versammlungen oder Ausschusssitzungen. „Die Familie war immer mein Kraftquell“, gibt das Kirchhainer Urgestein zu. „Ohne sie hätte ich das alles nicht geschafft.“

von Katja Peters

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