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500 Stunden für die Sicherheit

Feuerwehr Wohra 500 Stunden für die Sicherheit

Wohras Wehr feierte ihr 90-Jähriges mit einem Programm für die ganze Bevölkerung: mit viel Information und abendlicher Unterhaltung.

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Die Kinder hatten am Nachmittag viel Freude beim kleinen Löschangriff.

Quelle: Heinz-Dieter Henkel

Wohra. Das Gelände in und um das Feuerwehrgerätehaus war für viele Besucher hergerichtet, doch zumindest bei der Eröffnung durch Bürgermeister Peter Hartmann blieb die Mehrzahl der Sitzplätze leer. Dabei hatte sich die Einsatzabteilung um Wehrführer Stefan Wicker so einiges einfallen lassen, um die Feuerwehr Wohra in ein gutes Licht zu rücken. Neben einer Fahrzeug- und Geräteausstellung gab es einen Infostand zum stets aktuellen Thema Rauchmelder sowie einen bildlicher Rückblick auf 90 Jahre Feuerwehr in Wohra. Im Verlauf des Nachmittags wurde eine Fettexplosion gezeigt und wie man im Brandfalle damit umgeht. Weiterhin wurde ein Feuerlöschtraining mit einem Feuerlöscher angeboten.

Bianca Bubenheim brauchte sich über mangelnde Arbeit nicht beklagen. Sie saß in einem rundum offenen Zelt hinter dem Feuerwehrgerätehaus und presste mit ihrer Maschine unaufhörlich Buttons und Anstecker für die Kinder. Klar waren nicht immer Feuerwehrsymbole und -maskottchen darauf. Doch ob Bayern, Eintracht oder selbst Produziertes, alles wurde verarbeitet, gepresst und angesteckt. Nicht nur ein eigens für dieses entworfene Malbuch, sondern auch verschiedene Spiele, wie eine packende Schatzsuche stand auf dem Programm der Kinder, die diese mit Begeisterung absolvierten.

Anfänge mit Schlepper und Löschanhänger

Zu Beginn hatte der Wehrführer daran erinnert, wie die ersten Einsätze der Feuerwehr in Wohra mit Schlepper und Löschanhänger vonstatten gingen, bis im Jahre 1966 das erste eigene Feuerwehrfahrzeug angeschafft wurde. Die Einsätze seien im Lauf der Jahre häufiger und gefährlicher geworden. Heute absolvierten die Brandschützer rund 500 freiwillige Stunden im Jahr, auch um sich mit der anspruchsvollen Einsatztechnik vertraut zu machen. Sein Stellvertreter und Vorsitzender des Feuerwehrvereins Thorsten Schröder forderte dazu auf, sich in der Feuerwehr aktiv zu engagieren oder als passives Mitglied einen Beitrag zum Brandschutz zu leisten.

Bürgermeister Peter Hartmanns größtes Geschenk war die Zusage vom Land, dass das neue Löschfahrzeug LF 8/6 genehmigt sei. Symbolisch übergab er der örtlichen Feuerwehrführung schon mal ein Spielzeugfeuerwehrauto. Später am Nachmittag durften die Mitglieder der Kinder- und Jugendfeuerwehr Wohra dann ihren Eltern und fachkundigem Publikum demonstrieren, wie man einen Löschangriff vornimmt. Der abschließende Dämmerschoppen am Abend mit Musik von der Trachtenkapelle Wohratal stieß auf wesentlich größeres Interesse als der feuerwehrtechnische Schwerpunkt am Nachmittag, berichtete Wicker.

von Heinz-Dieter Henkel

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