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471 Wanderer erkunden Rüdigheims Umgebung

Wandertage 471 Wanderer erkunden Rüdigheims Umgebung

Die Volkswandertage der Tauzieh- und Wanderfreunde fanden in diesem Jahr früher als gewohnt statt. "Vielleicht war es noch zu heiß", sagte der Vorsitzende Ewald Hill angesichts gesunkener Teilnehmerzahlen.

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Rüdigheims Bürger nehmen gerne an „ihren“ Wandertagen teil.Foto: Yanik Schick

Rüdigheim. Als Mitglied der Europäischen Volkssport-Gemeinschaft (EVG) zählen die Tauzieh- und Wanderfreunde Rüdigheim zu einer Minderheit in Hessen. Im Landkreis wandern lediglich der TTV Schröck, die SV Grün-Weiß Haddamshausen und der Wanderclub Oberweimar ebenfalls unter den Richtlinien der EVG. Die meisten umliegenden Vereine gehören hingegen dem Internationalen Volkssportverband (IVV) an. Ein Nachteil für die Rüdigheimer? Bis vor zwei Jahren schon, denn bei den Volkswandertagen der Tauzieh- und Wanderfreunde gab es lediglich den EVG-Wertungsstempel.

Ambitionierten IVV-Wanderern - beispielsweise aus Neustadt, Hatzbach oder Amöneburg - die ihre eigene Bilanz ausbauen wollten, nutzte das nichts. Sie blieben teilweise zu Hause oder fuhren zu anderen Wanderungen. Seit 2014 besteht allerdings eine hessenweite Kooperation zwischen beiden Verbänden, sodass inzwischen auch in Rüdigheim der IVV-Stempel erhältlich ist. „Das ist eine gute Entwicklung“, sagt Ewald Hill, der Vorsitzende der Tauzieh- und Wanderfreunde Rüdigheim, „dadurch kommen mehr IVV-Vereine zu unseren Wanderungen“.

Ohnehin freuen sich die Rüdigheimer bei der 23. Auflage ihrer Europa-Volkswandertage über jeden einzelnen Teilnehmer, denn die Popularität des Wanderns schwindet merklich.

Verein sucht Nachwuchs

471 Teilnehmer verzeichneten die Tauzieh- und Wanderfreunde diesmal. Das erreicht nicht ganz die Zahlen der vergangenen Jahre. „Vielleicht ist es einfach noch zu heiß“, mutmaßte Hill über die Gründe. Die Wanderung fand diesmal einen Monat früher als gewohnt statt (die OP berichtete). Aber auch im eigenen Verein, der momentan knapp 50 Mitglieder zählt, sei zu erkennen, dass fortwährend weniger Leute wandern. „Die Älteren, die jahrelang dabei waren, können nicht mehr. Und an jungen Leuten kommt nicht wirklich etwas nach.“

Dafür steht das Dorf nach wie vor hinter den Wandertagen: Gesangverein, Feuerwehr, Sport-verein, Frauengemeinschaft und Landfrauen unterstützten die Tauzieh- und Wanderfreunde nach Möglichkeiten und trugen somit maßgeblich dazu bei, dass eine derartige Veranstaltung aufrechterhalten werden kann.

Zwei Strecken standen den Teilnehmern dabei zur Wahl. Die kürzere war 6,2 Kilometer lang - sie führte durch den Brücker-wald bis zur Ziegelhütte sowie der Kontrollstelle am „Adolf-Betz-Gedenkplatz“ und von dort zurück zum Schützenhaus. Die andere, 13,5 Kilometer lange Strecke, machte einen Abzweig in Richtung Kirchhain, der die Wanderer bis zur dortigen Mühle führte. Über das Ohm-Wehr, wo sich die zweite Kontrollstelle befand, ging es an Amöneburg vorbei zurück nach Rüdigheim.

Ehrungen

EVG-Vereine: 1. Berg- und Wanderfreunde Lindenstruth (34 Teilnehmer), 2. TTV Schröck (29), 3. Volkssportfreunde Gießen (26).

IVV-Vereine: 1. Wanderfreunde Amöneburg (32), 2. Wanderfreunde Neustadt (28), 3. Wanderfreunde Hatzbachtal (15).

Rüdigheimer Ortsvereine: 1. Freiwillige Feuerwehr (29), 2. KfD und Landfrauen (28), 3. Sportverein (16).

von Yanik Schick

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