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4500 Sack Erde für Flutopfer

Spendenaktion 4500 Sack Erde für Flutopfer

Die Bilder der Hochwasserkatastrophe in Ostdeutschland und Bayern haben den Kirchhainer Thomas Rösser nicht ruhen lassen. Er hilft Bürgern in der sächsischen Stadt Colditz.

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Ein Teil der Blumenerde stand am Dienstag auf einem Speditionshof zum Verladen bereit. Foto: Benedikt Bernshausen

Kirchhain. Die Bilder überfluteter Orte und Landschaften hielten die Republik wochenlang in Atem. In den betroffenen Gebieten geht es seitdem darum, Verlorenes wiederaufzubauen. Dabei will Thomas Rösser helfen. Der Kirchhainer betreibt einen erfolgreichen Agrarhandel in der Ohmstadt. Ihn haben die Bilder aus den Sommerwochen nicht ruhen lassen. Kurzentschlossen stellte er insgesamt drei Lastzüge, gefüllt mit 4500 50-Liter-Säcken hochwertiger Blumenerde, bereit. Ein Spediteur aus dem Hinterland liefert sie heute im sächsischen Colditz aus.

Rösser denkt besonders an die zahlreichen Privatleute, die in dem Ort am Fluss Mulde dazu gezwungen sind, ihre Gärten wieder herzurichten und zum wiederholten Male Geld in die Hand nehmen müssen. „Die Menschen sollen merken, dass sie nach wie vor nicht alleine dastehen“, sagt Rösser im Gespräch mit der OP. Für ihn hat diese Spende keinerlei Werbeeffekt, er verkauft ohnehin nur an Großkunden, nicht an Privatabnehmer.

Auf die sächsische Stadt Colditz kam Thomas Rösser nach intensiver Suche. Er wollte Menschen helfen, die in eher strukturschwachen Regionen mit den Flutfolgen kämpfen. Nach einem Hinweis der Stadt Grimma kam er auf Colditz. Dort hätten die ersten Gesprächspartner zunächst geglaubt, dass er sie „veräppeln“ wollte. Doch dann sei das Angebot dankbar angenommen worden. Heute treffen die Lastzüge an zwei Bauhof-Standorten der Stadt Colditz ein. Thomas Rösser wird die Blumenerde dort selbst an den Bürgermeister der Stadt übergeben. An den Bauhöfen können sich Bürger ihre Erde dann nach Bedarf abholen, so lange der Vorrat reichen wird. „Ich bin gespannt auf meine Eindrücke von der Stadt“, sagt Rösser. Bisher kennt er nur die vielsagenden Bilder von den überfluteten Dörfern der Stadt. Sie sind auf der Internetseite von Colditz zu finden.

von Michael Rinde

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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