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44 Aquarelle und ein Bild des Jammers

Neustadt 44 Aquarelle und ein Bild des Jammers

Norbert Krapp, der Vorsitzende der Festkommission, und Bürgermeister Thomas Groll sind sauer auf den Generalpächter, der die Stadt bei der Bestückung des Festplatzes im Stich gelassen hat.

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Christel Prößdorf (Zweite von links) spricht mit (von links) Dr. Siegrun Laatsch, Ursula Schröder und Paul Altenbrand über ihre Bilder. Nach der Vernissage hisste die Festkommission die Kirmesflaggen.

Quelle: Lerchbacher

Neustadt. „Ich bin menschlich sehr enttäuscht“, ärgerte sich Norbert Krapp, als er am Donnerstag nach der Zeltabnahme über den Festplatz schlenderte. Ein Bild des Jammers bot sich dem Vorsitzenden der Festkommission, denn in diesem Jahr gibt es weitaus weniger Fahrgeschäfte als in den vergangenen Jahren.

Auch Bürgermeister Thomas Groll ist erbost: Seit vier Jahrzehnten arbeitet Neustadt mit dem Generalpächter beziehungsweise dessen Familie zusammen – doch nun führte er sie an der Nase herum. Schon am Mittwoch habe er zahlreiche Lücken zwischen den Fahrgeschäften gesehen, sich aber nichts dabei gedacht, da der Aufbau in vollem Gange gewesen sei, berichtet Groll.

Am Samstag habe er dann versucht, Kontakt zum Generalpächter aufzunehmen, um sich über die noch immer vorhandenen Lücken zu erkundigen, und erfahren, dass diese nicht mehr gefüllt werden – was der Pächter schon lange gewusst habe.

Vertraglich sei jedoch geregelt, dass der Pächter den Vergnügungspark bestücken und jedes Jahr zwei neue Fahrgeschäfte organisieren müsse, schimpft der Bürgermeister und betont: Hätten Festkommission und Stadt früher gewusst, dass es Probleme mit der Anzahl der Fahrgeschäfte geben werde, dann hätte sich die Stadt selbst auf anderen Volksfesten informiert und um Ersatz gekümmert – so wie beim Speisenangebot.

Nun allerdings ist es zu spät – die Stadt will jedoch Konsequenzen aus der Erfahrung ziehen und sich bei der anstehenden Ausschreibung „weiter orientieren“.

Im Historischen Rathaus stellt derweil die gebürtige Neustädterin Christel Prößdorf 44 Aquarelle aus, auf denen Blumen in schillernden Farben aber auch Impressionen aus Neustadt und aus Rügen zu sehen sind. „Ich bin ein positiv denkender Mensch und möchte diese Leichtigkeit in meinen Bildern auch zeigen“, erklärt die 67-Jährige, die seit 18 Jahren malt.

Prößdorfs Ausstellung ist während der Kirmestage täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

von Florian Lerchbacher

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