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400 Flüchtlinge kommen zum Opferfest

Gemeinsames Essen in der Fatih-Moschee 400 Flüchtlinge kommen zum Opferfest

Die drei islamischen Gemeinden Stadtallendorfs feierten mit ihren Gemeindemitgliedern und den Bewohnern der Erstaufnahmeeinrichtung am Samstag gemeinsam das Opferfest.

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Restlos gefüllt war der Gemeinschaftsraum im Keller der Fatih-Moschee beim Essen, das die drei islamischen Gemeinden Stadtallendorfs für die Flüchtlinge gaben.

Quelle: Alfons Wieber

Stadtallendorf. Die Solidarität der Türkisch-Islamischen Gemeinde (DITIB), der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) und des Islamischen Kulturzentrums (VIKZ Moschee) galt nicht nur ihren Glaubensbrüdern, sondern auch den Flüchtlingen anderer Religionszugehörigkeiten. Sie alle versammelten sich in der Fatih-Moschee am Wupperweg zu einem gemeinsamen Essen.

Frauen, Kinder und Männer, die vor allem aus Syrien und Nordafrika nach Deutschland geflüchtet sind, kamen in die Moschee zu der ersten gemeinsamen Veranstaltung dieser Art der drei Stadtallendorfer Gemeinden. Diese hatten mit Aushängen in arabischer, syrischer und englischer Sprache in der Zeltstadt an der Artillerie-Straße zu dem Fest eingeladen.

Veranstaltung soll "Startschuss für erfolgreiche Integrationsarbeit" sein

Der Erfolg war überwältigend. Mehr als 400 Flüchtlinge drängten sich im Gemeinschaftsraum im Keller der Moschee und auf eilig herbeigeholten Bierzeltgarnituren im Hof vor der Moschee. Vor dem Essen sprach Mahmud Sanal, Imam der Fatih-Moschee, ein Gebet und hieß noch einmal alle Gäste, unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit, herzlich willkommen. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch das kreiseigene Stadtallendorfer Büro für Integration.

Den Bustransport von der Erstaufnahmeeinrichtung auf dem Bundeswehrgelände zur Moschee hatte die Stadt Stadtallendorf organisiert. Die sprachliche Brücke zu den Flüchtlingen schlug Mohammed Naser, der selbst syrischer Flüchtling ist. Er lebt seit März in der Stadt und engagiert sich schon seit einigen Monaten für die Betreuung seiner Landsleute.

„Auch wir wollen die Flüchtlinge willkommen heißen und gleichzeitig den interkulturellen Austausch beleben“, nannte Bünyamin Bozkurt vom Jugendvorstand der Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Stadtallendorf (DITIB) den Sinn dieser Veranstaltung. Gleichzeitig soll damit auch der Startschuss für eine erfolgreiche Integrationsarbeit gegeben werden.

Warme Kleidung für Flüchtlinge

Mehrere Tage lang hatten rund 50 Frauen und Männer der Stadtallendorfer Türkisch-Islamischen Gemeinden gebraucht, um alle Vorbereitungen zu treffen, die Lebensmittel vor- und zuzubereiten und die Geschenke für die Flüchtlinge bereitzustellen. „Am heutigen Dienstag sind die Flüchtlinge erneut eingeladen, um sich in den Gemeinschaftsräumen der Gemeinde in der Albert-Schweitzer-Straße mit warmer Kleidung zu versorgen“, erklärte Nurgül Santur von der Koordinierungsstelle Flüchtlingsinitiativen.

Gemeinsam mit ihrem Mann Sadettin teilt sie unermüdlich Teller für Teller an die Frauen, Kinder und Männer aus. Alle Kinder und auch die Frauen wurden darüber hinaus mit einer Geschenktüte bedacht. An der kostenlosen Bereitstellung der Backwaren hatte sich auch eine Stadtallendorfer Bäckerei beteiligt. Das islamische Opferfest wurde in diesem Jahr vom 23. bis zum 26. September begangen. Es ist eines der wichtigsten islamischen Feste und wird zum Höhepunkt des Hadsch in Mekka gefeiert.

von Alfons Wieber

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