Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
400 000 Euro: Neuer Blitzer soll es richten

Geschwindigkeitsüberwachung 400 000 Euro: Neuer Blitzer soll es richten

Die Stadt Rauschenberg plant in diesem Haushaltsjahr mit Einnahmen inHöhe von 400000 Euro aus den Blitzersäulen im Stadtgebiet. Ob diese Summe realisierbar ist, lässt sich frühestens imJuli sagen.

Voriger Artikel
Sanierung des Treffpunkts rückt näher
Nächster Artikel
Die Brießelstraßeist das einzige Nadelöhr

Die Bundesstraße 3 durchschneidet einen Ortsrand von Josbach. Seit Dienstag „blitzt es hier ohne zu donnern“. Erlaubt ist Tempo 80.

Quelle: Matthias Mayer

Ernsthausen. Das teilte Bürgermeister Michael Emmerich (CDU) am Montagabend vor der im Ernsthäuser Storchennest tagenden Stadtverordnetenversammlung auf eine entsprechende Anfrage des Grünen-Fraktionsvorsitzenden Stefan Seibert mit.

Der Kämmerer begründete die Unsicherheit mit der ungewissen Zukunft des Blitzers in der Bahnhofstraße und mit dem verspäteten Aufbau des neuen Blitzers in Josbach an der Bundesstraße 3. Diese Maschine ging erst am Dienstag in Betrieb.

Die Radarsäule in der Bahnhofstraße liefere konstante Fallzahlen. Seit der Inbetriebnahme Ende 2013 liefere die Anlage monatlich zwischen 123 und 142 verwertbare Fotos. Den bisherigen Erlös der Anlage in Höhe von 15000 Euro bezeichnete der Bürgermeister als ordentlich. „Allerdings sieht das unser Vertragspartner German Radar anders“, sagte Emmerich. Das Unternehmen beabsichtige, die Anlage in der Kernstadt im Sommer abzubauen, worüber allerdings noch nicht das letzte Wort gesprochen sei.

Leasinggebühr: 30.000 Euro pro Jahr

Den neuen Blitzer an der Bundesstraße 3 hat Rauschenberg nicht mit German Radar aus dem ostbrandenburgischen Crinitz, sondern mit dem neuen Partner Jenoptik verwirklicht. Jenoptik ist Eigentümer der Säule und wird über eine Fallpauschale am Umsatz des Geräts beteiligt. Der Standort hat das Zeug zum Kassenklingler, auch wenn die Stadt den Aufbau der Säule mit dem Sicherheitsbedürfnis der Anlieger begründet. An dieser Stelle stehen auf beiden Seiten der Bundesstraße Wohnhäuser.

Wie der Bürgermeister mitteilte, hat der Magistrat seine Pläne für eine Radarsäule an der Grundschule in Bracht vorerst zurückgestellt. Zunächst sollten die Entwicklungen in Josbach und der Kernstadt beobachtet werden.

Grund für diese Vorsicht: Für den Standort Bracht hat sich nach Probemessungen kein Unternehmen gefunden, das der Stadt auf der Basis des Fallpauschalen-Modells ein Gerät zur Verfügung stellen würde. Der Magistrat hatte deshalb beabsichtigt, ein Gerät für die Geschwindigkeitsmessung vor der schützenswerte Schule zu leasen. Doch die Leasinggebühr hat einen stolzen Preis, der erst verdient sein will: 30000 Euro pro Jahr.

von Matthias Mayer

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr