Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 2 ° Regen

Navigation:
40-Tonner prallt auf Kleintransporter

Tödlicher Unfall 40-Tonner prallt auf Kleintransporter

Zum Zeitpunkt des schweren Verkehrsunfalls auf der Bundesstraße 3 war die Fahrbahn in der Nacht zum Donnerstag schneebedeckt. Außerdem herrschten Minusgrade.

Voriger Artikel
Mehr Geld und ein neues Zuhause
Nächster Artikel
Weihnachtspost aus Oberbayern und ein Abschied

Mit zwei Autokränen wurde der Sattelzug mit Aufleger am Donnerstag wieder auf die Bundesstraße 3 gehoben. Teile seiner Ladung lagen im Straßengraben.

Quelle: Nadine Weigel

Josbach. Die Feuerwehren aus Rauschenberg und Josbach und der Rettungsdienst konnten für den 56 Jahre alten Transporterfahrer aus Kassel in der Nacht zu Donnerstag nichts mehr tun. Der Mann war nach dem Frontalzusammenstoß seines mit Pharmazieprodukten beladenen Transporters mit einem Lastzug aus der Fahrerkabine geschleudert worden. Er starb an der Unglücksstelle. Die Wucht des Aufpralls war so groß, dass auch der Motorblock des Transporters, ein Renault Master, herausgerissen wurde. Nach der Kollision durchbrach der Lastwagen die Leitplanke und stürzte schließlich eine Böschung hinab. Der Transporter, der in Richtung Kassel unterwegs gewesen war, blieb auf seiner Fahrbahnseite im Straßengraben liegen.

Der Lastzugfahrer konnte sich selbst aus seinem Führerhaus befreien und wurde vom Rettungsdienst versorgt und in das Uniklinikum Marburg gebracht.

 

Der Unfall passierte bei schneebedeckter und in diesem Abschnitt auch teilweise vereister Fahrbahn. Feuerwehrleute sicherten die Unfallstelle ab und leuchteten sie aus. Da unklar war, ob sich unter dem Transporterwrack noch ein weitererer Insasse befindet, hob die Feuerwehr es mit Hydraulikkissen an.

Die Unfallaufnahme dauerte zunächst bis 4 Uhr morgens. Danach hob die Polizei die Vollsperrung zunächst auf, der Verkehr wurde einspurige an der Unfallstelle vorbeigeführt.

Nach dem Eintreffen von zwei Autokränen kam es gegen 11 Uhr zu einer abermaligen Sperrung. Mit großem Aufwand wurde der Lastzug zunächst wieder auf die Fahrbahn gehoben. Der mit tonnenschweren Auto-Ersatzteilen beladene LKW musste entladen und abtransportiert werden. Während der Sperrung richtete die Polizei Umleitungsstrecken ein und informierte über den Verkehrsfunk. Bis 17.15 Uhr dauerte die Sperrung.

Die Details zum Unfallhergang muss nun ein Sachverständiger klären. Er soll auch klären, ob sich erste Vermutungen bestätigen, dass der verstorbene Fahrer nicht angeschnallt war oder ob zwei der Reifen des Transporters abgefahren waren, teilte Polizeisprecher Martin Ahlich mit. „Endgültige Aussagen sind erst nach Vorliegen des Sachverständigen-Gutachtens möglich“, erklärte Ahlich. Den Schaden bezifferte die Polizei mit „mindestens 25000 bis 30000 Euro".

von Michael Rinde

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr