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39 Torten sind nach 45 Minuten weg

Erdbeerfest 39 Torten sind nach 45 Minuten weg

Das Erdbeerfest des Kirchen- und Frauenchores ist zum festen Bestandteil des Rauschenberger Veranstaltungskalenders geworden. Das zeigte sich an der sehr gutenBesucherresonanz.

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Auch Chorleiter Philipp Imhoff (links) half fleißig mit, die Gäste des Erdbeerfestes zu bewirten.

Quelle: Heinz-Dieter Henkel

Rauschenberg. Zum zweiten Mal fand das früher auf dem Grillplatz angesiedelte Erdbeerfest des Kirchen- und Frauenchors Rauschenberg in und um die Kratz‘sche Scheune statt. Nach einem Festgottesdienst mit Pfarrerin Kathrin Wittich-Jung am Vormittag und einem gemütlichen Beisammensein an der Grillstation startete das Erdbeerfest, dem die Sängerinnen diesmal das Motto gegeben hatten „Sommerzeit - Erdbeerzeit - Sweet Dreams“.

Zunächst schmetterten die Veranstalterinnen einige Lieder. In diesem Jahr blickt der musikalische Chef der derzeit 40 hochmotivierten Sängerinnen, Philipp Imhoff, auf zehn Jahre als Dirigent des Chores zurück. Vereinsvorsitzende Monika Friedrich erinnerte daran, wie sie mit dem damaligen Studenten via Internet noch etwas unsicher erste Kontakte aufgenommen hatte - und wie sich aus der zunächst befristeten Tätigkeit eine langfristige erfolgreiche Zusammenarbeit entwickelte.

Gernot Schulze-Wegener zu Besuch

„Wir waren der erste heimische Chor, der ein Konzert ausschließlich in englischer Sprache absolvierte“, erinnerte sie an eine der vielen neuen Ideen, die der junge Chorleiter einbrachte und ausprobierte. Die Sängerinnen trugen für ihn das Lied der Sportfreunde Stiller „Applaus, Applaus“ vor, das sie heimlich eingeübt hatten.

Doch es gab noch mehr Grund zur Freude: Pfarrer Dr. Gernot Schulze-Wegener, den es beruflich ins Markgräfler Land, namentlich in die Gemeinde Auggen verschlagen hatte, kehrte nach Rauschenberg zurück. Vor zwei Jahren hatten ihn die Sängerinnen während eines Ausfluges besucht - nun war es Zeit für den Gegenbesuch. Mit einem Bus waren Pfarrer und der Auggener Gesangverein zum Erdbeerfest angereist und bereicherten dies mit einigen Liedern in alemannischer Landessprache. Obwohl man sagt, dass Musik keiner Worte bedarf, mussten die Gäste ausnahmsweise den Text übersetzen.

Da die Zeit zum Kaffeetrinken bereits überschritten war, mussten die Sänger vom Gemischten Chor Moischeid um Leiter Hans-Wilhelm Stupf ihren Auftritt etwas nach hinten verschieben. Am Kuchenbuffet hatte es dann etwas von der berühmten „Heißen Schlacht am kalten Buffet“, die Reinhard Mey einst besang. In Viererreihen umlagerten die Käufer die umtriebigen Sängerinnen, die sich sputeten, den Wünschen der Gäste nachzukommen. Nach nur 45 Minuten war kein Krümel der 39 Kuchen und Torten mehr übrig. Mit angeregten Gesprächen bei Heiß- oder Kaltgetränken endete das Erdbeerfest.

von Heinz-Dieter Henkel

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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