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3610 Stunden für die Allgemeinheit

DRK-Ortsberband breit aufgestellt 3610 Stunden für die Allgemeinheit

Während der Jahreshauptversammlung des DRK-Ortsvereins Kirchhain stand eine vollgepackte Tagesordnung mit Berichten, Wahlen und Ehrungen langjähriger Mitglieder auf dem Programm.

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Der Vorstand (von links) mit Johanna Klingelhöfer, Christel Nummerich, Anneliese Hoffmann, Präsident des Kreisverbandes Dr. med. Klaus Döring, Michaela Schacht, Birger Brehmen (Bereitschaftsleiter), Michaela Becker, Birgit Bersch, Sabine Droste (stellv. Kreisbereitschaftsleiterin), Kreisbereitschaftsleiter Uwe Kühnel, Gisela Wagner (Vorsitzende und Bereitschaftsleiterin), Michael Schmitt, Erika Koch und Elfriede Sartorius.

Quelle: Karin Waldhüter

Kirchhain. Als besonderes Alleinstellungsmerkmal besteht der DRK-Ortsverein Kirchhain nicht nur aus der Bereitschaft und dem Jugendrotkreuz, sondern ist auch in der Wohlfahrts- und Sozialarbeit tätig. Seit Oktober 2015 steht Vollblut-Rotkreuzlerin Bereitschaftsleiterin Gisela Wagner als Vereinsvorsitzende an der Spitze der Rotkreuz-Familie. Die im Vorfeld gut vorbereitete Wahl des Vorstandes des Ortsvereins brachte keine Überraschung. Alle 37 anwesenden Mitglieder sprachen sich dafür aus, per Handzeichen und im Block wie auf den bereits verteilten Wahlzetteln zu wählen (siehe Info-Box).

Gisela Wagner würdigte den Einsatz der ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder für die Altennachmittage, die Heimbesuche und die Blutspendetermine. Als Gründerin des Tanzkreises habe Leni Rösser viele Menschen glücklich gemacht, hob Wagner hervor. Als Dankeschön erhielten die bisherige stellvertretende Vorsitzende Erika Schuchardt und die Beisitzerinnen Lissy Kleindopf und Leni Rösser ein Blumengeschenk.

70 Jahre Mitglied: Carla cunz

Die äußerst seltene Ehrung für 70 Jahre passive Mitgliedschaft empfing an diesem Abend Carla Cunz aus den Händen von Dr. med. Klaus Döring, Präsident des fusionierten DRK-Kreisverbandes Marburg-Gießen und Gisela Wagner. „Das ist die erste 70-jährige Ehrung, die ich erlebe“, unterstrich Gisela Wagner.

In ihrem Jahresbericht ging Wagner auf die Arbeit der Bereitschaft und der Gemeinschaft Wohlfahrt und Soziales ein - und auf die Blutspendetermine. Gegenüber 2015 sei die Zahl der Blutspender von 307 auf 328 im Jahr 2016 angestiegen. Mit 15 sei die Zahl der Neuspender aber relativ gering, so Wagner. 2015 kamen noch 28 Erstspender zu den Terminen. In der Breitenausbildung wurden 31 Erste-Hilfe-Lehrgänge mit insgesamt 441 Unterrichtsstunden durchgeführt. Hinzu kamen elf Erste-Hilfe-Lehrgänge in Kindergärten. Insgesamt seien 672 Teilnehmer ausgebildet worden.

„Kirchhain ist bekannt für seine gute Ausbildung, darauf können wir stolz sein“, betonte Wagner, die auch auf die gut nachgefragte Ausbildung und Betreuung der Schulsanitäter an der Alfred-Wegener-Schule in Kirchhain, der GBS in Stadtallendorf und der Erich-Kästner-Schule in Cappel einging. Hinzu kommen Einsätze im Bereich Schnelleinsatzgruppe (SEG)/Sanitätszug (Kat/S) wie zum Beispiel bei der Bombenentschärfung in Marburg (Ortenberg) und der Evakuierung des Marburger Pflegeheims Haus Tabor.

Am Ende des Berichtsjahres zählte die Bereitschaft 83 Mitglieder, davon sind 38 aktiv. Damit ist die Zahl gegenüber 2015 (86 Mitglieder) nur gering rückläufig. Der Vergleich zum Jahr 2003 mit 98 Mitgliedern, zeigt allerdings einen stärkeren Rückgang auf.

Bürgermeister würdigt Engagement

Anschließend stellte Wagner mit dem DRK-Singkreis, der Senioren- und Osteoporose-Gymnastik und dem DRK-Tanzkreis die „lobenswerte“ Arbeit der Gemeinschaft Wohlfahrt und Soziales vor. Neben der Unterstützung der Kirchhainer Außenstelle der Marburger Tafel packen die Mitglieder Weihnachtspäckchen für bedürftige Kirchhainer, besuchen Senioren im Haus Elisabeth und unterstützen das Waisenhaus-­Projekt „Shining Orphans Children Home in Kenia“. Einen Überblick über Einsatz- und Ausbildungsstunden zeigt eine Summe von 326 Diensten mit zusammen 3610 Helferstunden.

Bürgermeister Olaf Hausmann würdigte das Engagement des DRK zum Wohle der Allgemeinheit. Besonders gefreut habe ihn im Januar die Erste-Hilfe-Schulung für Flüchtlinge, erläutert das Stadtoberhaupt.

Stadtbrandinspektor Reinhold Bonacker verwies auf den Kreisfeuerwehrtag in Kirchhain (19. bis 21. Mai) und lud den DRK-Ortsverein dazu ein, sich dort einzubringen. „Ich freue mich, dass der Ortsverein Kirchhain mit seinen vielen Angeboten ein sehr aktiver und starker Ortsverein in unserem Kreisverband ist“, erklärte Dr. med. Klaus ­Döring, Präsident des 2016 ­fusionierten DRK-Kreisverbandes Marburg-Gießen. Im letzten Jahr habe der Kreisverband schwere Zeiten durchgestanden, habe sich jetzt gut entwickelt und stehe finanziell auf einer soliden Basis, so Döring.

Der neu gewählte Kreisbereitschaftsleiter Uwe Kühnel (Wetter) stellte die neu gewählte Kreisbereitschaftsleiterin Ute Kanetschneider (Neustadt) und Stellvertreterin Sabine Droste (Kirchhain) sowie seinen Stellvertreter Horst Galonska vor.

von Karin Waldhüter

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