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35 Schwertransporte Richtung Windpark

Riesenflügel 35 Schwertransporte Richtung Windpark

Der Aufbau des Windparks auf der Emsdorfer Höhe und im Burgholzer Forst ist noch ein lokales Ereignis. Das wird sich ab Montag ändern.

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Emsdorf. Dann werden die Menschen auf der Bundesstraße 3 aus Richtung Norden, in Betziesdorf, Anzefahr und in Kirchhain etwas von dem Großprojekt mitbekommen. Denn ab diesem Zeitpunkt rollen voraussichtlich bis Weihnachten dort Schwertransporte mit zum Teil gigantischen Abmessungen vorbei zum Windpark.

Die Betonelemente für den Aufbau der fünf mehr als 140 Meter hohen Windräder vom Typ Nordex 117 sind schon seit Oktober unterwegs. Sie werden auf der Hauptstraße durch Stadtallendorfs Altes Dorf von Schwertransportern angeliefert. Diese Straße ist den Schwertransporten, die jetzt kommen, nicht gewachsen.

Denn jetzt rollen die Stahl-Segmente an, die die drei auf 78 Meter Höhe angewachsenen drei Windradtürme bei Emsdorf um je weitere 58 Meter in die Höhe wachsen lassen. Dann folgen die Generatoren-Gondeln. Diese schwersten Bauteile krönen die Türme. An die werden zum Schluss die Rotoren mit dem gewaltigen Durchmesser von 117 Meter montiert.

An den beiden Windrad-Standorten im Burgholzer Forst wird jetzt erst nach Abschluss der Gründungsarbeiten mit dem Aufbau der Betontürme begonnen Auch sie sollen möglichst noch in diesem Jahr ans Netz gehen.

Große Bauteile bedingen eine neue Route

Die jetzt benötigten größeren Bauteile bedingen die neue Route, die vom Chausseehaus über Betziesdorf und Anzefahr nach Kirchhain führt. Dort fahren die Konvois über die Frankfurter Straße, die Kasseler Straße, die Straße Am Steinbachsgraben und den nördlichen Abschnitt der Röthestraße in Richtung Emsdorf. In Emsdorf passieren die Transporte die Königsstraße und den Eulenweg.

Insgesamt werden 35 dieser Schwertransporte benötigt - sieben für jedes Windrad, teilte Manuel Schmuck auf Anfrage der OP mit. Schmuck ist Projektleiter des Windparks, für den das Wiesbadener Unternehmen Abo Wind sowohl als Planungsbüro als auch als Bauherr auftritt. Er hoffe, dass die Schwertransporte noch vor Weihnachten erledigt seien. Bei witterungsbedingten Verzögerungen im Bauplan könnte sich diese aber auch bis in den Januar hinziehen, sagte Schmuck.

Die größten Bauteile sind die Rotorblätter. „Allein so ein Flügel ist 58,5 Meter lang. Dazu kommt dann noch die Zugmaschine“, verdeutlichte der Projektleiter die Dimension dieser Transporte, die die zulässige Länge eines Lastzuges um mehr als das Dreifache übertrifft.

„Das ist heute Standard und ein Stück Routine“, sagte Manuel Schmuck. Gleichwohl verschlängen solche Schwertransporte eine mehrmonatige Planungszeit.

von Matthias Mayer

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