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3000 Besucher feiern das Altstadtfest

Veranstaltung 3000 Besucher feiern das Altstadtfest

Mit Böllerschüssen und einem rekordverdächtigen Fassanstich eröffneten die Stadtallendorfer am Samstagnachmittag das 18. Altstadtfest. Abends ging es dann entlang der Festmeile hoch her.

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Nur einen Schlag benötigte Christian Somogyi, und das Bier sprudelte in die Krüge. Unterstützung gab es von Pfarrer Diethelm Vogel (von rechts), Christoph Gohout und Edgar Müller.

Quelle: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. Mit einer Neuerung startete das Altstadtfest am Samstagnachmittag. Mitglieder des Schützenvereins „Horrido“ kündigten mit krachenden Böllerschüssen erstmals den Beginn des Festes an. Lediglich ein fester Schlag mit dem Holzhammer genügte dann Bürgermeister Christian Somogyi, und rekordverdächtig schnell sprudelte das erste Bier in die Steinkrüge. Unterstützung bekam das Stadtoberhaupt dabei von Pfarrer Diethelm Vogel und Edgar Müller von der Licher Brauerei. Somit war das Altstadtfest offiziell eröffnet, und an den Getränketheken, Imbissständen und dem Café mit rund 50 selbst gebackenen Kuchen und „Eisekicheln“ startete bei herrlichstem Sommerwetter der Verkauf.

Seit 1982 wird das Altstadtfest im Zweijahresrhythmus veranstaltet. Seither stemmen zehn Vereine, die sich in der Vereinigung der Altstadtvereine zusammengeschlossen haben, die beliebte Veranstaltung, die alljährlich mehrere tausend Besucher in die Altstadt lockt. Die Vereine sind: Freiwillige Feuerwehr Stadtallendorf, Geflügelzuchtverein, Schützenverein „Horrido“, Jugendclub, Katholische Frauengemeinschaft (kfd), Kolpingfamilie, Männergesangverein, Pinscher-und-Schnauzer-Klub, TSV Eintracht Stadtallendorf (Fußballabteilung) und der Verein der Vogelfreunde.

Somogyi: "So ein Fest ist nur möglich, wenn alle mitmachen.“

Im Namen der zehn Altstadtvereine lobte der Vorsitzende Christoph Gohout die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer für ihren außerordentlichen Einsatz, insbesondere die Vorstandskollegen und seinen Stellvertreter, Patrick Nasemann. „Ziel der Veranstaltung ist die Förderung des öffentlichen Lebens in der Altstadt, die Förderung des Zusammenhalts der Altstadtbewohner und die Hilfsbereitschaft“, sagte Gohout und wies auf den Spendenaufruf „Diabetikerwarnhund für Mia-Sophie“ (die OP berichtete) und die an den Chipkassen aufgestellten Spendendosen hin.

„Es ist lebenswichtig für das Fest, dass die Anwohner ihre Höfe und Garagen zur Verfügung stellen“, betonte Gohout. Somogyi hob den großen Einsatz der ehrenamtlichen Helfer hervor: „So ein Fest ist nur möglich, wenn alle mitmachen.“ Die Stadtallendorfer zeigen damit auch ein Stück Gastfreundschaft, sagte er im Namen des Magistrats und der politischen Gremien.

Edgar Müller, von der Licher Brauerei, stellte für den guten Zweck spontan ein 50-Liter-Fass zur Verfügung. Rund 200 Besucher, unter ihnen auch der neue Kaplan Alexander Best, ließen sich dann die ersten Festgetränke schmecken.

Gohout: "Der Einsatz hat sich gelohnt"

Zum Vergnügen der Kinder stand eine Hüpfburg bereit, und die Jugendfeuerwehr ließ die jungen Besucher mit einer Wasserspritze ein „Brandhaus“ anvisieren. Mit Live-Musik der Partyband „Skyliners“ und „Eldorado“ ging es am Abend auf zwei getrennten Bühnen entlang der mit bunten Lichterketten geschmückten Festmeile hoch her, und tausende Besucher vergnügten sich auf dem Gelände. Viele nutzten das Fest, um mit Freunden einen schönen Abend zu verbringen.

Bis nachts um drei Uhr sorgten die Kapellen für Stimmung, und lange konnten die Besucher im T-Shirt den schönen Sommerabend genießen. Morgens um fünf Uhr war dann nach dem Abbau auch für die Helfer Feierabend. Am Morgen hatten die Veranstalter dann feststellen müssen, dass ein großer Sonnenschirm verschwunden war.

Nach dem Gottesdienst ging das Fest mit einem Frühschoppen, Erbsensuppe, Kaffee und Kuchen, Broten, Steaks und Würstchen weiter, und die „Niederkleiner Blaskapelle“ sorgte für die musikalische Unterhaltung. Am Ende zog Gohout ein positives Resümee: „Der Einsatz hat sich gelohnt“, sagte er. Die Besucherzahl von rund 3000 Menschen erreiche die Zahlen der Vorjahre, freute er sich.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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