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300 Mardorfer kehren in die Kita zurück

Jubiläum 300 Mardorfer kehren in die Kita zurück

50 Jahre Lachen, Spielen und Lernen: Das große Sommerfest des katholischen Kindergartens St. Hubertus war der Höhepunkt des Festjahres.

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Jedes Kind lässt zum Jubiläum einen Luftballon starten. Die älteren Besucher des Kindergartenfestes erfreuen sich besonders an der bunt bebilderten Ausstellung zur Geschichte.

Quelle: Waldhüter

Mardorf. Am 25. November 1964 öffnete der Kindergarten St. Hubertus - am Samstag feierten die Mardorfer die Einrichtung mit einem Sommerfest mit Essen, Spielen und Liedern wie vor 50 Jahren.

Für Generationen von Mardorfer Kindern war der Kindergarten St. Hubertus ein zweites Zuhause. Die einst Kleinen sind schon lange groß, dennoch fühlen sich viele noch heute mit der Einrichtung verbunden. Das zeigte auch die Ausstellung, die auf großes Interesse stieß: Auf 15 Plakaten dokumentieren Fotos den Werdegang des Kindergartens, zeigen die „Abgänger aus dem Schwesternhaus“, erinnern an den Festzug zum zehnjährigen Bestehen, an Sommerfeste, Gottesdienste und viele weitere Feiern. Außerdem rufen Geschichten, Gedichte und Zeitungsausschnitte Erinnerungen zurück.

Sommerfest wurde wochenlang vorbereitet

In wochenlanger Kleinarbeit hatten Eltern und Ehemalige unter der Federführung von Sigrid Ivo recherchiert, gesammelt, geordnet und geklebt, um die Ausstellung zu gestalten - die ein Höhepunkt war.

Das Sommerfest an sich begann mit einem Kindergottesdienst mit Pfarrer Marcus Vogler in der Pfarrkirche. Danach ging es auf das Kitagelände, wo rund 300 Gäste feierten. Als Königinnen und Könige hießen die Kindergartenkinder die Besucher mit einem eigens von Erzieherin Heike Trinkl geschriebenen Lied willkommen. Wie schon die Kindergartenkinder vor fünf Jahrzehnten sangen die heutigen Jungen und Mädchen zudem das Bewegungslied „Laurentia, liebe Laurentia mein“.

„50 Jahre ist eine lange Zeit. Im November 1964 wurde dieses Gebäude bezogen und mit Leben gefüllt“, erinnerte Einrichtungsleiterin Astrid Wichert. Seither sei viel passiert: Der Spielplatz wurde verändert, der Kindergarten erweitert, ein Ganztagsbetrieb mit Mittagessen kam hinzu. Dann folgten die Schließung einer Gruppe und wieder ein Umbau.

„Kontinuierlich wurde an der Qualität der Betreuung für die Kinder gearbeitet“, betonte Wichert. Wo früher „nur“ gebastelt und gespielt worden sei, habe man heute einen staatlichen Bildungs- und Erziehungsplan, und immer mehr Gesetze regelten die Arbeit im Kindergarten. „Trotzdem glaube ich, dass die Kinder in allen Zeiten eine gute Förderung und Erziehung im Kindergarten erhalten und die Erzieher ihr Bestes für die Betreuung der Kinder geben“, so die Leiterin.

50 Backhausbrote für den Kindergarten

Am Rande der Veranstaltung gratulierte Andreas Hesse, Filialleiter der örtlichen Sparkasse Marburg-Biedenkopf, und überreichte einen Scheck über 500 Euro. Die Backhausgemeinschaft hatte 50 frische Backhausbrote gebacken und dem Kindergarten gestiftet. Zahlreiche Eltern hatten Kuchen gebacken, und wie vor 50 Jahren erwarteten die Gäste in einem der Gruppenräume neben Kaffee und Kuchen auch frische Schmalzbrote.

An verschiedenen Stationen sorgten Spiele wie Sackhüpfen, Hickelkästchen oder Eierlaufen, die schon vor 50 Jahren für viel Spaß gesorgt hatten, auch heute noch für Unterhaltung. Zauberer Eckhart Schenk brachte die Kinder während seiner halbstündigen Vorführung mit vielen Tricks zum Staunen. Zudem hatte Rudi Schick seine beiden Esel mitgebracht und lud die Kinder zum Reiten ein.

Begonnen hatte das Festjahr bereits im November des vergangenen Jahres. Als Eigentümer des Gebäudes hatte die Stadt Amöneburg ein besonderes Frühstück für alle 79 Kindergartenkinder organisiert.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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