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29 Kandidaten werben um die Wähler

Ausländerbeiratswahl 29 Kandidaten werben um die Wähler

Am 29. November haben in Stadtallendorf exakt 4512 Wahlberechtigte die Möglichkeit, wieder einen Ausländerbeirat zu wählen. Fünf Jahre lang gab es das Gremium nicht.

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Das Foto zeigt Kandidaten beider Listen, links die der „Integrationsbrücke“, rechts die der VaS. In der Mitte Bürgermeister Christian Somogyi.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Zuerst sah es so aus, dass das Interesse an der Ausländerbeiratswahl in Stadtallendorf wieder sehr gering sein würde. Am Ende, so stellte sich heraus, treten sogar zwei verschiedene Listen gegeneinander an (die OP berichtete). Sie heißen „Vielfalt aus Stadtallendorf“ (VaS) und „Integrationsbrücke“. Bei der VaS treten 14 Kandidaten an, bei der „Integrationsbrücke“ sind 15 auf dem Wahlvorschlag aufgeführt. In diesen Wochen werben die Kandidaten der beiden Listen bei den wahlberechtigten Menschen mit Migrationshintergrund in Stadtallendorf um deren Stimmen. Bei einem gemeinsamen Termin mit Bürgermeister Christian Somogyi im Rathaus stellten sich die Sprecher beider Listen stellvertretend vor. Zehra Demir vertritt als sogenannte Listenführerin die VaS. Sie ist Dolmetscherin und Sportscout. Gefragt nach zentralen Anliegen nennt sie eine ganze Reihe grundlegender Ziele. Vorneweg steht die Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung, aber auch mit den ausländischen Vereinen. Über allem steht das Kernziel eines jeden Ausländerbeirates, „Interessensvertretung für alle Migranten“ zu sein, wie es Demir formuliert.

Sie hat aber auch konkrete Anliegen: etwa eine bessere Integration von und neue Angebote für Senioren mit Migrationshintergrund oder auch eine weitergehende Kulturförderung speziell für Migranten. Zur VaS gehören Bewerber aus sieben verschiedenen Herkunftsländern.

Mehr Projekte für ein besseres Miteinander

Ersin Sürgün ist der Sprecher der „Integrationsbrücke“. Auch der 24-Jährige formuliert klare Ziele seiner Liste, etwa mehr Projekte für ein besseres Miteinander, eine Förderung von Migranten in Stadtallendorf bei der Selbstorganisation, wie er es formuliert, oder die Themen Ausbildung und Bildung vor Ort.

Beide Listen bewerben sich am 29. November um die neun Plätze des Stadtallendorfer Ausländerbeirates. Die laut vorläufigem Wählerverzeichnis 4512 Wahlberechtigten werden dabei analog zur Kommunalwahl kumulieren und panaschieren können - also Stimmen auf einzelne Kandidaten häufen oder Kandidaten auch streichen können. Es ist das zweite Mal, dass in Stadtallendorf ein Ausländerbeirat nach diesem System gewählt wird. Die Stadtverwaltung hat Musterstimmzettel bereits verteilen lassen, die Wahlbenachrichtigungen sind zugestellt. Am Wahltag wird es zwei Wahllokale im Rathaus geben.

Wahlausschuss tagt am 7. Dezember

Wahlleiter ist Freddy Greib von der Stadtverwaltung. Wie bei der Kommunalwahl am 6. März 2016 wird es nach Schließung der Wahllokale nur eine Trendmeldung am Abend geben. Denn dann werden nur die Listenstimmen gezählt. Alle anderen Stimmzettel, bei denen kumuliert und panaschiert wurde, werden an den darauf folgenden beiden Tagen ausgezählt.

Zwei Termine sind im Zusammenhang mit der Ausländerbeiratswahl in Stadtallendorf noch von besonderer Bedeutung. Am 7. Dezember tagt der Wahlaussschuss, der das endgültige Wahlergebnis feststellen wird. Auch für die konstituierende Sitzung des Ausländerbeirates gibt es bereits einen Termin. Er tagt am 17. Dezember ab 16 Uhr im Rathaus. Wichtigster Tagesordnungspunkt wird dann die Wahl des Vorsitzenden sein.

Bürgermeister Christian Somogyi machte klar, wie wichtig aus Sicht der Stadt und ihrer Gremien die Tatsache ist, in naher Zukunft wieder gewählte Ansprechpartner für die Menschen mit Migrationshintergrund zu haben. „Das alles ist eine positive Entwicklung“, merkte Somogyi an.

von Michael Rinde

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