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2018 kann in Betziesdorf gebaut werden

Vertrag liegt beim Notar 2018 kann in Betziesdorf gebaut werden

Der neue Betziesdorfer Ortsbeirat hat sich zu seinem Amtsantritt eine Aufgabenliste mit 15 Punkten gegeben, die bis zum Ende der Wahlperiode 2021 abgearbeitet werden soll.

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Das Neubaugebiet könnte die Baulücke neben der Nebelsberger Straße (rechts) schließen. Die zwölf Parzellen sollen eine Größe von jeweils rund 600 Quadratmetern haben.

Quelle: Matthias Mayer

Betziesdorf. Die ehrgeizige Ziele, nach dem Motto Papier ist geduldig, aus den Augen zu verlieren, ist unmöglich. Bei jeder Sitzung des Gremiums hängt das Plakat mit der „Betziesdorfer Liste“ an der Stirnseite des kleinen Saals im Bürgerhaus. Und Ortsvorsteher Dieter Tourte oder seine Kollegen im Ortsbeirat geben während jeder Sitzung einen aktuellen Sachstandsbericht zu den 15 Problemen. Hinter dem Sorgenfall eins kann der Ortsbeirat wohl bald einen Haken machen.

„Das Baugebiet Betziesdorf Süd ist für uns nicht verhandelbar“, stellte Dieter Tourte am Montagabend im Bürgerhaus sehr bestimmt fest. Die Aussage des Ortsvorstehers zu Punkt eins der Prioritätenliste hatte neben den Ortsbeiratsmitgliedern und den Besuchern auch Bürgermeister Olaf Hausmann (SPD) zum Adressaten, der erneut nach Betziesdorf gekommen war. Und er kam nicht mit leeren Händen.

„Das Baugebiet für die weitere Entwicklung Betziesdorfs soll kommen. Je schneller, desto besser“, sagte das Stadtoberhaupt. Die Stadt habe noch einmal mit den beiden Grundeigentümern gesprochen. Einer wolle sein Land nicht an die Stadt verkaufen. Der Eigentümer der größeren Fläche sei dazu bereit. Der Vertragsentwurf liege beim Notar und müsse nur noch unterschrieben werden, sagte Olaf Hausmann.

Sobald der Vertrag unterschrieben sei, gehe das Projekt ab Februar oder ab April zur Beratung durch die parlamentarischen Gremien. Und 2018 könne in Betziesdorf gebaut werden, kündigte Olaf Hausmann ein nahes Ende für das zehn Jahre währende Langzeit-Projekt an.

Stadt setzt wieder aufdas Ein-Euro-Modell

Das nach Süden ausgerichtete Neubaugebiet mit Blick auf den Nebelsberg bietet Platz für zwölf Bauplätze, die jeweils rund 600 Quadratmeter groß sind. Umgesetzt wird das Baugebiet nach dem sogenannten Ein-Euro-Modell.

Das bedeutet: Die Stadt Kirchhain erwirbt das Bauland für zunächst einen Euro pro Quadratmeter und übernimmt die Erschließung des Baugebiets. Sind die Grundstücke verkauft, erhält der Grundeigentümer den Restbetrag, der sich nach dem Bodenrichtwert orientiert.

Erfolgreich erprobt wurde das Ein-Euro-Modell im Stadtteil Sindersfeld, wo alle Bauplätze nach anfänglichen Schwierigkeiten sehr schnell verkauft wurden. Das Modell verhindert, dass die Ausweisung eines Neubaugebiets für die Stadt zur Kostenfalle wird, wenn sich voll erschlossene Bauplätze nicht oder nur schwer verkaufen lassen.

Deshalb beginnen nach dem Ein-Euro-Modell die Erschließungsarbeiten durch die Stadt erst dann, wenn die Erlöse aus dem Grundstücksverkauf die Kosten für die Erschließungsarbeiten decken.

„Nach der Unterschrift könnt ihr anfangen, für das Baugebiet zu werben“, gab Olaf Hausmann dann auch dem Ortsbeirat mit auf den Weg. Wegen der guten Lage Betziesdorfs sollte dies kein Problem sein.

Dieter Tourte zeigte sich hoch erfreut über die neue Entwicklung. Nach einer langen Zeit des Wartens komme das Projekt endlich in die Phase des ­Handelns, sagte der Ortsvorsteher.

n Interessenten finden Informationen und Kontaktadressen und www.betziesdorf.de

von Matthias Mayer

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