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20 Minuten bezahlt,70 Minuten bekommen

Film zum Stadtjubiläum 20 Minuten bezahlt,70 Minuten bekommen

Gleich dreimal bekam Rauschenbergs Bevölkerung die Gelegenheit, noch einmal in Erinnerungen an ein rundum gelungenes Jubiläum 750 Jahre Stadtrechte zu schwelgen. Anlass hierzu bot die ­Vorstellung des Films über die acht Festtage im Mai.

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Das Gemeinschaftshaus Kratz‘sche Scheune wurde für die Vorführungen des Rauschenberger ­Jubiläumsfests zum Kinosaal. Foto: Heinz-Dieter Henkel

Rauschenberg. Die im Gemeinschaftshaus zu besuchen gab der gastgebende Festausschuss den Rauschenbergern gleich dreimal die Gelegenheit. Mehr als 300 Besucher kamen ins Gemeinschaftshaus Kratz‘sche Scheune. Zur Einstimmung auf den Film zeigten die beiden preisgekrönten Rauschenberger Amateur-Fotografen Armin Köhler und Hans-Jörg Hellwig ihre Impressionen aus der Festwoche, für die sie Charakterköpfe und Festgeschehen im ausgewogenem Verhältnis abgelichtet hatten.

Für die bewegten Bilder vom Stadtjubiläum hatte die Produktionsfirma Splendid Spots gesorgt, von der Steffen Schmidt zur Premiere nach Rauschenberg anreiste. Er erzählte dem erwartungsfroh gestimmten Publikum, unter welchen Rahmenbedingungen der Film entstanden sei. Aus 300 Stunden Filmaufnahmen sei eine 70-minütige Dokumentation zusammengeschnitten worden, sagte Schmidt. Vertraglich vereinbart war aber nur ein zwanzigminütiger Film.

„Wir haben weitaus mehr bekommen, als wir vertraglich vereinbart hatten“, bekannte der Festausschuss-Vorsitzende Stefan Schleiter gegenüber dieser Zeitung und erzählte von dem Vertragsabschluss mit der Produktionsfirma erst zwei Tage vor dem Festbeginn.

Das „Mehr“ zahlt sich für den Film aus

Das „Mehr“ zahlt sich für den Film und seine Betrachter ­zweifellos aus, denn ein Fest mit so vielen Ereignissen lässt sich nicht in 20 Minuten filmisch erzählen. Hinzu kommt die außergewöhnliche Qualität, die über 70 Minuten keine Langeweile aufkommen lässt.

Der chronologische Aufbau mit Kurzkommentaren der Festausschuss-Mitglieder und des Bürgermeisters Michael Emmerich zu jedem Festtag geben dem Film das Gerüst. Gefüllt wird dieses mit zum Teil sagenhaften Kameraeinstellungen und spektakulären Aufnahmen einer Drohnenkamera, die beispielsweise die Grenzgänge aus zuvor nicht gesehener Perspektive dokumentiert.

Mit Blick auf das Urheberrecht habe das Team leider keine Sequenzen von den zahlreichen Livemusik-Auftritten drehen können, bedauerte Steffen Schmidt.

Dies erwies sich letztlich nicht als Makel. Mit viel Beifall bedachte das Publikum jeweils zum Abschluss der Vorführung den Film und seine Macher.

Gegenüber dem Jubiläumsfilm von 1991 ist der neue Streifen dank moderner Technik ein Quantensprung. Darauf verwies Stefan Schleiter, der mit Blick auf die technische Entwicklung dem Festausschuss für das Stadtjubiläum 2041 prophezeite, wiederum ganz andere technologische Möglichkeiten zu haben und ein völlig anderes Fest zu gestalten. Auf jeden Fall blieben die Festtage im Mai für Rauschenberg einmalig, sagte Stefan Schleiter.

Stichwort technische Innovation: Die Headsets, die der Festausschuss aus dem Überschuss für den Einsatz bei öffentlichen Veranstaltungen für die Stadt erwarb und an den Bürgermeister überreichte, gab es 1991 noch nicht.

  • Die filmische Erinnerung an die Rauschenberger 750-Jahr-Feier kann ab sofort erworben werden. Den Film gibt es im Rauschenberger Secondhand-Laden Schatzkiste am Markt - selbstverständlich aus erster Hand.

von Heinz-Dieter Henkel

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