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19 Jahre lang kämpfte Rohm für die Eintracht

Versammlung 19 Jahre lang kämpfte Rohm für die Eintracht

Bis spät in die Nacht zog sich die ereignisreiche Jahreshauptversammlung von Eintracht Stadtallendorf. Der Verein hat nach 19 Jahren und einem Tag nun in Bernd Weitzel einen neuen Vorsitzenden.

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Dr. Franz Nitsch (links) steckt Helmut Rohm die Ehrennadel des Landes Hessen an.

Quelle: Lerchbacher

Stadtallendorf. 19 Jahre und einen Tag lang war Helmut Rohm Vorsitzender von Eintracht Stadtallendorf, dem neben dem VfL Marburg größten Verein des Landkreises. Die Ära endete am Freitag, als sich der 71-Jährige nicht mehr zur Wahl stellte und das Zepter an Bernd Weitzel weitergab, den die Mitglieder einstimmig zu seinem Nachfolger ernannten.

Ebenso einstimmig fiel eine weitere Wahl aus, schließlich wissen die Eintrachtler langjähriges Engagement für den Verein zu würdigen: Sie ernannten Rohm zum Ehrenvorsitzenden und den im vergangenen Jahr von Bord gegangenen Udo Schneider zum Ehrenschatzmeister. Aber auch über Stadtallendorf hinaus hat sich Rohm mit seinem Einsatz einen Namen gemacht: Dr. Franz Nitsch, der Vorsitzende des Sportkreises Marburg, zeichnete ihn mit der Ehrennadel des Landes Hessens für besondere Verdienste im Sport aus.

Aber nicht alles war eitel Sonnenschein am Freitagabend: Rohm blickte auf die vergangenen 19 Jahre zurück und machte seiner Enttäuschung über die Stadt Luft: „Ich hatte mir vorgestellt, dass am Ende meiner Amtszeit das Stadion fertig ist.“ Der Bau eines Funktionsgebäudes sei schon 1994 für das Jahr 1996 angekündigt, aber tatsächlich erst 2005 umgesetzt worden. Der Verein habe der Stadt im Laufe der Jahre viel Geld gespart, dennoch sei er oft im Stich gelassen worden: „Das ist keine Zusammenarbeit.“

Hans-Georg Lang sprach einerseits als Stadtverordnetenvorsteher, andererseits als Eintracht-Mitglied: „Für mich ist der Sport ein Markenzeichen der Stadt – ich stelle mir das Stadion auch schöner vor. Aber man muss als Vertreter der Stadt auch die andere, die finanzielle Seite sehen.“ Er bezeichnete Rohm als „Vorbild, was den ehrenamtlichen Kampf angeht“ und richtete an den neuen Vorstand den Appell, nicht aufzugeben.

von Florian Lerchbacher

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