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18000 Euro für den guten Zweck

Festival gegen Krebs 18000 Euro für den guten Zweck

Am Ende des Festivals gegen Krebs erreichte der Spendenbetrag nicht ganz die Summe des Vorjahres - doch das war auch nicht das Hauptziel der Organisatoren vom Verein "Komm, mach mit, tratsch dich fit" gewesen.

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Gabi Baginsky (großes Bild), Gina und weitere Sänger unterhielten die Besucher des Frühschoppens.Fotos: Waldhüter

Wohra. Die enorme Summe von insgesamt 18000 Euro überreichte Jens Ratz, der Vorsitzende des kleinsten Wohrataler Vereins, zu gleichen Teilen an die Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder Marburg und die Kinderkrebshilfe Waldeck-Frankenberg. Im vergangenen Jahr waren bei der ersten Auflage des Festivals 24500 Euro für den guten Zweck zusammengekommen – aber die Summe zu toppen, sei nicht das Hauptziel gewesen, so Ratz: Ziel sei gewesen, die höchst mögliche Summe zu erreichen und gemeinsam mit allen Wohratalern friedlich und gemeinschaftlich für den guten Zweck zu feiern.

Laut Organisatoren waren 1600 Besucher an den beiden Tagen auf das Festivalgelände gekommen. Rund um die Uhr hatten Stefan Gilsebach, Jens Ratz, Norbert Kischnick, Joschka Dehmel, Helmut Kauffeld, Guido Hammer, Stephan Dawedeit, Stephan Maigre, Thomas Viereckl, Tristan Dommel und Hans-Christoph Vackiner am Wochenende für das Gelingen des Festivals geschuftet – zusätzlich zur Arbeit der vergangenen Monate.

Die Gemündener Blaskapelle „TotalVersackt“, Schlagerstar „Gina“ aus Österreich und die aus Funk und Fernsehen bekannten „Jungen Zillertaler“ hatten bereits am Samstagabend das Festzelt zum Beben gebracht. Sie verzichteten genau wie die sonntags aufgetretene Kindertrachtengruppe Wohra, Bäppi La Belle, Patrick Heidenreich, René Weiß und Gabi Baginsky – ausgezeichnet mit zahlreichen goldenen Schallplatten – auf ihre Gage.

Die Moderation des Sonntagsprogramms hatte Ratz, der auch amtierender Karnevalsprinz des FCKK Stadtallendorf ist, übernommen. Zeitweise bekam er Unterstützung von Christel Rohm-Naumann, der Sitzungspräsidentin des FCKK.

Der zweite Festivaltag hatte mit einem evangelischen Gottesdienst mit Pfarrer Matthias Weidenhagen und musikalischer Untermalung durch die Posaunenchöre aus Halsdorf und Wohra begonnen. 300 Besucher waren dazu ins Festzelt gekommen. Allein die Gottesdienstkollekte erbrachte 1000 Euro. Eine hohe Summe steuerte ein Spender aus Wohratal bei, der namentlich nicht genannt werden will. Mit 2000 Euro unterstützte die Spar- und Kreditbank Gemünden die Aktion. Die gleiche Summe stellte die Kirchhainer Tapetenfabrik zur Verfügung. Zudem verkauften die Landfrauen Wohra am Nach­mittag 30 gespendete ­Kuchen für den guten Zweck. Und immer wieder erreichten die Stammtischbrüder im Laufe des Nachmittags weitere Spenden.

Gleich am Sonntagmorgen hatte Stefan Gilsebach mit dem Abrechnen begonnen. Sollte sich herausstellen, dass der Erlös höher als die überreichten 18000 Euro war, wird dieser Betrag an die beiden Vereine noch überwiesen.

Fans müssen sich gedulden

Erstmals war die junge österreichische Sängerin Claudia ­Giner alias „Gina“ von ihrer gesamten Familie begleitet worden. Mutter Gudrun zeigte sich mehr als angetan: „Das Festival ist sehr ergiebig von Eindrücken und man sieht, dass es mit ganz viel Herz gemacht ist. Ganz Wohratal ist wie eine Familie, sensationell.“

Grußworte und Geldkuverts hatten zahlreiche Ehrengäste wie Landrätin Kirsten Fründt, der erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Waldeck-Frankenberg Jens Deutschendorf, der Gemündener Bürgermeister Franz Gleim, Oliver Mohr, als Vertreter des Wohrataler Bürgermeisters, Karl-Ludwig Bubenheim für die Gemeindevertretung, Ortsvorsteherin Hannelore Keding-Groll und Peter Schweinsberger, einer der Vorsitzenden des TSV Wohratal, mitgebracht. Mit vielen anerkennenden Worten würdigten sie den Einsatz der Stammtischbrüder und hoben die hohe Bedeutung der Spenden für die erkrankten Kinder und deren Familien hervor.

Bevor das Festival zu Ende ging holte Jens Ratz alle Ehrengäste, alle anwesenden Prinzenpaare, Helfer, Unterstützer, Ehrengäste, Martin Möbius, Vorstandsvorsitzender der Spar- und Kreditbank und natürlich alle Stammtischbrüder zur Spendenübergabe auf die Bühne. Peter Becker und Edith Martin von der Elterninitiative Marburg freuten sich gerührt über die „gigantische Summe“. Im nächsten Jahr wird es kein Festival gegen Krebs geben. „Vielleicht in zwei Jahren“, erklärte Jens Ratz.

Am Ende gab es noch eine Einladung des FCKK Stadtallendorf an Gina für das kommende Jahr. „Für Wohratal und Stadtallendorf fahr ich um die halbe Welt, ich bin dabei“, versprach die Sängerin.

von Karin Waldhüter

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