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"150 Prozent" bei "Rock im Regen"

Konzert "150 Prozent" bei "Rock im Regen"

Eingefleischte Musikfans trotzten am Samstag zum zweiten Mal bei "Rap meets Rock im Park" dem Regen und tanzten bis in die Nacht.

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Die Fans tanzten und sprangen zur Musik der Lokalmatadoren „Fettfingaz“ und des Stadtallendorfers „Phasenkind“ (Marc Nold).Fotos: Sophie Kaufmann

Stadtallendorf. „Wir sollten es vielleicht umbenennen in ‚Rock im Regen‘“, scherzte Sven Dajczak, Organisator und Frontsänger der Band „Fettfingaz“. Denn wie schon bei der Premiere öffnete auch bei der zweiten Auflage des Konzertes der Himmel seine Schleusen. Das schreckte die echten Fans jedoch nicht ab. Mit Kaltgetränken in der einen Hand und dem Regenschirm in der anderen tanzten sie zu ihrer Lieblingsmusik.

Von nah und fern waren Bands angereist, wie „The Flims“ aus Marburg, die Indierock und Pop zum Besten gaben. „Für uns ist es hier etwas Besonderes aufgrund der Nähe zu unserer Heimat“, erklärt Sänger und Gitarrist Jan Bierwirth.

Geschichten, die das Leben schreibt, erzählten die „Fettfingaz“ in ihren selbstgeschriebenen Texten und rockten à la Linkin Park.

„Wir freuen uns, ein Teil dieses Festes zu sein“, erklärte Vater Merih Benli, der mit seinen zwei Söhnen und der Familienband „Benli“ in Stadtallendorf aufspielte.

Die Headliner des Abends kamen aus Gießen, waren bereits Vorband von Mark Forster und werden demnächst beim Hessentag in Rüsselsheim dabei sein. Von „Marspol“ hörten die Stadtallendorfer deutschen Rock und Pop. „Wir versuchen, bei jedem Auftritt 150 Prozent zu geben - und ich glaube, das merkt man auch“, erklärte Front­sänger Marius Fietz lachend.

Kinder tanzten vor der Bühne, am Bierpilz wippten die Füße im Takt. Das Fest war etwas für Groß und Klein. „Es ist ein toller Treffpunkt mit Freunden - eine schöne Sache für umsonst“, schwärmte Susanne Kocak.

Nach dem Motto „Kunst braucht Öffentlichkeit und lokale Musiker eine Bühne vor Ort“ will der Kulturkreis Stadtallendorf mit dieser Veran­staltung Werbung für Kultur machen und diese auch für die Jugend zugänglicher gestalten. „Es ist eine Alternative zu den kommerziellen Angeboten in der Stadthalle“, erklärte Michael Feldpausch, der Vorsitzende des Kulturkreises. Jedoch sei das Fest abhängig vom Budget und den freiwilligen Helfern. Eine Lösung für die Zukunft sei außerdem, das Open-Air-Konzert „ein bisschen wasserdichter“ zu gestalten. Bürgermeister Christian Somogyi schlug in diesem Zusammenhang die Mehrzweckhalle als Veranstaltungsort vor.

Das könnte dann auch für höhere Zuschauerzahlen sorgen. Dajczak jedenfalls war nicht ganz zufrieden und übte Kritik an den Stadtallendorfern: „Sie lechzen nach Veranstaltungen und Musik, aber wenn was ist, dann kommt keiner.“ Doch trotz alledem wollen Organisatoren und Ausrichter weiter­machen. „Rap meets Rock im Park“ sei eine „Never ending Story“. „Unser Ziel ist es, jedes Jahr ein bisschen mehr zu geben und den Radius der Bands zu vergrößern“, erklärte Dajczak.

von Sophie Kaufmann

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