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15 bunte Pfosten weisen Weg

Landesgartenschau 15 bunte Pfosten weisen Weg

Entlang des Radwegs R6 stellten Schüler der Mittelpunktschule Wohratal in Höhe des Kreisels der B 3 ihre selbst kreierten und gebauten Kunstleitpfosten auf.

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Die Klassensprecher präsentierten die von den Schülern gestalteten Kunstleitpfosten. Foto: Karin Waldhüter

Halsdorf. Schon von Weitem ziehen die bunten und zwei Meter hohen Kunstleitpfosten die Blicke der vorbeifahrenden Rad- und Autofahrer an. 14 Klassen und die Betreuung der Mittelpunktschule Wohratal beteiligten sich an dem Mitmachprojekt „Kunstleitpfosten für die Landesgartenschau“. Sie findet vom 25. April bis 5. Oktober in Gießen statt. Mit den bunten Kunstleitpfosten sollen Besucher der Landesgartenschau auf eindrucksvolle Weise auf dem Weg nach Gießen empfangen werden. Jede Klasse gestaltete kreativ und einfallsreich dafür einen eigenen Pfosten. „Wir finden das Projekt und dass die ganze Klasse etwas zusammen gemacht hat, gut“, berichten Mareike Haft und Mona Lindmaier (Klasse 8a). Von der 8a stammt zum Beispiel ein überdimensionaler Bleistift, auf dem „Made in Halsdorf“ zu lesen ist. „Die Idee fanden wir gut, weil es etwas mit Schule zu tun hat“, erzählen die Schülerinnen. Eine andere Klasse setzte den Gedanken um, ihre Handabdrücke auf den Pfosten zu verewigen, andere Schüler malten viele gelbe Smileys auf das Holz, wieder andere verzierten ihn mit Verkehrszeichen oder bohrten stellvertretend für jeden Schüler bunt angemalte Stäbe durch den Pfosten. Die Kunstleitpfosten wurden der Schule kostenlos vom Förderverein Landesgartenschau zur Verfügung gestellt. „Im Kunstunterricht und in jeder freien Minute wurden im Werkraum die Pfosten gestaltet, die Ideen dazu kamen von den Schülern selber“, berichtet Schulleiter Michael Vaupel. Farben seien besorgt worden und der Standort mit der Gemeinde und mit Hessen Mobil abgestimmt worden. Der Hausmeister habe die Löcher vorbereitet. „Der Aufwand bis zur Fertigstellung war doch recht hoch, aber ich denke, es hat sich gelohnt, die Pfosten sehen sehr gut aus“, erklärt der Schulleiter zufrieden.

Genau wie die Schüler der Mittelpunktschule hofft er, dass die Kunstleitpfosten, die mindestens bis zum Ende der Landesgartenschau im Oktober stehen bleiben sollen, nicht dem Vandalismus zum Opfer fallen. Zunächst hatte die Schule geplant, die Pfosten wirkungsvoll direkt auf dem Kreisel zu postieren. Eine Anfrage bei Hessen Mobil als Straßenbauverwaltungs-Behörde hat aber ergeben, dass es nicht erlaubt ist, dort Kunstgegenstände zu installieren, berichtet Vaupel. „Die Aktion war für die Schule ein Highlight und mal was anderes“, fasst der Schulleiter zusammen.

Insgesamt wurden für die Aktion rund 9000 Pfosten gestaltet. Davon stehen die Hälfte in Gießen, die anderen in Marburg, Wetzlar, Grünberg, Heuchelheim, Ehringshausen, Linden oder Wettenberg. Halsdorf stellt die nördlichste Ortschaft dar. „Weiter nördlich gibt es keine Kunstleitpfosten mehr“, weiß Schulsekretärin Kärsti Seibel von der die Initiative zur Projektteilnahme ausging.

von Karin Waldhüter

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