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120 Freiwillige sorgen für ein gelungenes Fest

Guter Zweck 120 Freiwillige sorgen für ein gelungenes Fest

Beim vierten Sommerfest auf dem Hof Schlenstedt stand die Hilfe für Bedürftige im Vordergrund. Der Reinerlös kommt den Menschen in der Region zu Gute.

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„Wir wollen mit unserm Kommen den guten Zweck unterstützen und genießen das Unterhaltungsangebot“, erklärte Lothar Zülch (von links) mit Melanie Rockensüß, Justin und Julian Foit, Ivonne Foit und Karin Zülch.Foto: Karin Waldhüter

Niederklein. Josef Weinrich aus Niederklein entscheidet sich schnell: Mit einem resoluten Schnitt mit der Schere trennt er das weiße Kuvert von der Tombola-Wand. Wie viele Besucher vor ihm hat der Besucher des Hoffestes zunächst mindestens 20 Euro in eine Spendenbox geworfen und sich dann einen Gutschein geschnappt: Insgesamt 75 umliegende Restaurants hatten die Aktion unterstützt und Gutscheine für die Tombola gespendet.

Am frühen Nachmittag ist die Zahl der Lose schon beachtlich geschrumpft. Nur noch elf Kuverts hängen an dem Gitter. „Die Lose gehen weg wie warme Semmeln“, freut sich Helferin Dagmar Schmidt, während sie die Kasse betreut.

Im Jahr 2006 hatten Jutta und Gerhard Schlenstedt das erste Hoffest initiiert. Die Idee, Bedürftige in der Region zu unterstützen, ist geblieben. „Uns geht es gut, doch um uns herum findet sich viel Elend. Jeder soll einen schönen Nachmittag mit niedrigen Preisen erleben können “, erklärt Jutta Schlenstedt und betont, dass der Erlös für den guten Zweck bestimmt sei. „Unkompliziert helfen“ ist ein Begriff, den sie mehrfach benutzt. So zum Beispiel bei der Begrüßung von Marcello Camerin von der „Camerin System Zentrale“, der „unkompliziert“ eingesprungen sei, als kurzfristig der eingeplante Eis-Lieferant abgesagt hatte.

Zum Selbstkostenpreis stellte Camerin das Eis zur Verfügung und versprach zudem, noch für das anstehende Helferfest das nötige Eis zu sponsern.

Auch Georg Stark, der mit seiner „Kunst aus dem Wald“ gekommen war, hatte sich spontan bereit erklärt, für den guten Zweck einen Adler zu schnitzen.

Im Verlauf des Festes seien weit mehr als 1000 Gäste auf den Hof gekommen, schätzt Schlenstedt, die sich besonders über das gute Wetter freute. Obwohl die genauen Kosten für Fleisch und Getränke am Ende des Festes noch nicht vorlagen, rechnet Schlenstedt mit einem Reinerlös von 1500 bis 2000 Euro. „Dafür, dass wir so günstige Preise hatten, finde ich das ein gutes Ergebnis“, zieht sie ein positives Resümee.

Die Hälfte des Geldes geht an ein neues Projekt der Marburger Tafel, bei dem insbesondere ältere Menschen, die nicht selbst zur Tafel kommen können, unterstützt werden sollen. Über die andere Hälfe des Erlöses entscheiden die Helfer während ihres Festes. Rund 120 Freiwillige trugen zum Gelingen des Festes bei: Sie bewirteten die Besucher, halfen beim Auf- und Abbau, waren bei Präsentationen dabei oder schminkten, wie Stefanie Blicker und Natalie Morawitz, die jüngeren Besucher. Freunde, Nachbarn, Bekannte und Menschen aus dem Ort hatten sich bereit erklärt, das Fest zu unterstützen und rund 43 Kuchen gespendet.

An einem Stand informierte Doris Wolf über die Arbeit der Kindertafel Stadtallendorf ,und auch der Bienen-Schaukasten von Steffen Klar vom Imkerverein Kirchhain stieß auf großes Interesse. Beim „Casting Angeln“ auf der angrenzenden Wiese war ebenfalls großer Betrieb: Manfred Hensling vom ASC Stadtallendorf zeigte, wie eine Angelrute gezielt ausgeworfen wird.

Zudem gab es ein Weinstübchen und ein buntes Rahmenprogramm mit einer Hüpfburg aus Heu und Stroh, Planwagenfahrten zu einem benachbarten Bauernhof und Besichtigung des Betriebes, ein Streichelzoo, eine kleine Landtechnikausstellung und vieles mehr. Für musikalische Unterhaltung sorgte Udo Wallus mit der Band „Brennholz“.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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