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100 Helfer und steigende Auflagen

Rauschenberger Heidelbeertanz 100 Helfer und steigende Auflagen

Der kreisweit bekannte Rauschenberger Heidelbeertanz unter der Regie des TSV hat im Laufe der Jahre an Attraktivität nichts eingebüßt. Wie ­immer pilgerten Hunderte Besucher zum alten ­Turnerplatz unter der Burgruine.

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Michaela und Peter Olbert aus Großseelheim sowie Wolfgang Henge und Beate Weber (Betziesdorf) genießen den Heidelbeerkuchen und die tolle Atmosphäre im Schatten der Burg.
100 ehrenamtliche Helfer arbeiteten unter anderem am Kuchenstand für das Volksfest.

Quelle: Heinz-Dieter Henkel

Rauschenberg. Der Fahr- und Bringdienst ab dem Rauschenberger Marktplatz war gut ausgelastet und auch der beschwerliche Weg hoch zur derzeit eingerüsteten Burgruine war gut frequentiert, als gestern die Kaffeezeit begann. Bereits der Gottesdienst von Pfarrer Hardy Rheineck - unterstützt vom Schwabendorfer Posaunenchor - war gut besucht, doch Kaffee und den leckeren Heidelbeerkuchen gab es erst danach.

Zahlreiche fleißige Hände waren dann damit beschäftigt, die 32 Bleche bereits geschnittenen Kuchen zu zuckern, auf die Pappteller zu verteilen und mit Sprühsahne zu versehen. Andere kochten den dazugehörigen Kaffee.

Einige Besucher waren nur gekommen, um die Kuchenstücke zu erwerben und in Plastikdosen nach Hause zu tragen. Viele blieben jedoch sitzen und genossen bei herrlichem Sommerwetter die Kaffeezeit in freier Natur.

Dazu gehörten auch Michaela und Peter Olbert aus Großseelheim, die zusammen mit den befreundeten Beate Weber und Wolfgang Henge aus Betziesdorf Kaffee und den geschmackvollen Heidelbeerkuchen ausdrücklich lobten.

„Es ist zu warm“, meinte Horst Siegert vom ausrichtenden TSV und seit 2006 immer dabei, zum zunächst etwas schleppenden Verkauf der Kuchenstücke. Bei hohen Temperaturen würde weniger Kaffee und damit auch weniger Kuchen nachgefragt, meinte er zurückhaltend. Doch der Besucherstrom riss nie ab und so leerte sich doch noch Blech um Blech. Die Blasmusik der Schwabendorfer am Nachmittag wurde am Abend vom„B3 Express“ bei immer noch tollen Temperaturen abgelöst - bis dann doch noch zum Festausklang der Regen kam.

Bereits am Vorabend hatten die heimischen „Moskitos“ mit Sängerin Tanja Losekam für tolle Stimmung gesorgt. Von Abba bis Marianne Rosenberg reichte die Bandbreite ihrer Hits aus aktuellen und ehemaligen Hitparaden.

Auch wenn nicht ganz die Besucherzahl des Vorjahres erreicht wurde, zeigte sich TSV-Vorsitzender Herbert Schleiter mit dem Fest sehr zufrieden. „Es war ein entspannter Abend“, freute er sich über den reibungslosen Ablauf bei hohen Temperaturen bis tief in die Nacht. Ganz besonders aus der Schar von rund 100 Helferinnen und Helfern an beiden Veranstaltungstagen lobte er vier Jugendliche, die sich am Aufbau, der sich über mehrere Tage hinzog, beteiligt hatten. „Das hat es schon lange nicht mehr gegeben“, so Schleiter wörtlich.

Doch auch mit Kritik mochte sich Schleiter nicht zurückhalten. Wenn die Auflagen der Kommune weiterhin so rasant ansteigen, sei ein Ende der Veranstaltung absehbar, meinte der Vereinsboss durchaus ernst.

von Heinz-Dieter Henkel

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