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Zwei Macher gehen in den Ruhestand

Wollenbergschule Zwei Macher gehen in den Ruhestand

Im feierlichem Rahmen hat die Schulgemeinde der Wollenbergschule zum Schuljahresende Schulleiterin Christiane Dietzel und den Pädagogischen Leiter Walter Jung in den Ruhestand verabschiedet.

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Christiane Dietzel (Zweite von links) und Walter Jung (Dritter von links) wurden mit Standig Ovations verabschiedet.

Quelle: Heiko Krause

Wetter. Beim Festakt im voll besetzten Forum der Gesamtschule erhielten die beiden ihre Entlassungsurkunden und viele lobende Worte. „Die Schulgemeinde will heute ein fröhliches, wohlgemutes Fest feiern“, betonte der stellvertretende Schulleiter, Eberhard Blöchle, in seiner Begrüßung. „Denn wir wollen nicht traurig über den Abschied sein, sonder froh über die Zeit, in der ihr Schule erleben, gestalten und wesentlich zu dem entwickeln konntet, was sie heute ist“, hob er hervor. Es solle ein positiver Auftakt für den bevorstehenden neuen Lebensabschnitt sein.

Und fröhlich und bunt war der Abend. Die Band Softeis spielte Rockiges und weitere musikalische Auftritte rundeten das Programm ab. Den Abschluss machte eine musikalische Verabschiedung, die Kolleginnen und Kollegen scheinbar zufällig mit Schülern aus dem Publikum kommend gestalteten.

Zuvor hatte Dietzel, wie sie selbst sagte, „meine letzte offizielle Amtshandlung“, als sie Walter Jung seine Urkunde übergab. Die scheidende Schulleiterin würdigte Jung als loyal, zuverlässig und auch offen für Kritik. Nachdem er 1988 zunächst abgestellt, ab 1992 dann als Pädagogischer Leiter an die Wollenbergschule gekommen sei, habe er unter anderem maßgeblich an der Entwicklung eines Schulprogramms mitgewirkt.

Walter Jung sei ein echtes Organisationstalent, was er beispielsweise bei pädagogischen Tagen oder dem Tag der offenen Tür immer wieder bewiesen habe. Auch habe er einiges in der Zusammenarbeit mit den Grundschulen bewirkt. Auch im Finanziellen habe Jung wohl Talente, stellte Dietzel fest. „Am Schuljahresende hatte er immer noch etwas Geld im Topf“, was für Anschaffungen verwendet werden konnte.

Die offizielle Verabschiedung der Schulleiterin nahm die Leitende Schulamtsdirektorin Heike Grossner vor. Mehr als 22 Jahre habe Christiane Dietzel in unterschiedlicher Funktion in Schulleitungspositionen gewirkt, nachdem sie bereits vorher als „einfache“ Lehrerin durch herausragendes Engagement aufgefallen sei, lobte sie. 2003 habe sie die Schulleitungsstelle in Wetter endgültig bekommen, die sie bereits ein Jahr zuvor kommissarisch übernommen habe.

Grossner bescheinigte Dietzel eine hohe pädagogische Qualifikation sowie Einsatz: „In dem Amt konnten sie hauptverantwortlich verwirklichen, was Ihnen wichtig war“. Die Schulleiterin habe im Sinne der Integrierten Gesamtschule immer das Ziel verfolgt, dass die Wollenbergschule „eine Schule für alle Kinder mit jeder Begabung ist“ und das auch gelebt.

Christiane Dietzel war eigentlich noch gar nicht so richtig bereit für den Abschied. „Gerne hätte ich noch viele Ideen mit Ihnen und euch zusammen verwirklicht“, sagte sie der Zuhörerschaft.

Für sie war es wichtig, die Qualität der Schule auszubauen, „und mit einer pädagogisch guten Lernumgebung, in der man sich wohlfühlen kann“, zu sichern. „Dass diese Schule so viel mehr ist als eine integrierte Gesamtschule, hatte ich schon bei meiner Bewerbung gemerkt. Dass ich dazu beitragen durfte, dass wir als integrierte Gesamtschule mit Förderschulzweig als Beratungs- und Förderzentrum uns inzwischen auf dem Weg zur Inklusion befinden, macht mich stolz.“ Dank sagte sie vielen, besonders aber ihren Kollegen im Schulleitungsteam und ihrer Familie, die ihr immer den Rücken freigehalten hatte.

von Heiko Krause

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