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Zurück zu den Wurzeln von Weihnachten

Krippenausstellung Zurück zu den Wurzeln von Weihnachten

Seit drei Wochen wird in der Scheune des Dorfmuseums aufgebaut und die Krippen werden angeordnet. Heute öffnet die Ausstellung in Oberrosphe und läutet damit die Weihnachtszeit ein.

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Die Wurzelkrippe des Dorfmuseums steht in diesem Jahr im Mittelpunkt der Krippenausstellung. Elfriede Hahn (links) und Brigitte Stuhl haben die Ausstellung mit 80 Krippen in der Scheune aufgebaut.

Quelle: Carolin Acker

Oberrosphe. Stufe für Stufe geht es zur Scheune hinauf, duftende Tannenzweige zieren Geländer und Holzbretter. Oben angekommen knistert das Stroh unter den Füßen, und der Raum erstrahlt in dem warmen Schein der Lichterketten. Wo würde eine Krippenausstellung besser hinpassen als in eine alte Scheune?

Genau das macht die Ausstellung im Dorfmuseum „Alter Forsthof“ in Oberrosphe so einzigartig: „Wir wollen uns von anderen Ausstellungen abheben. Die Scheune mit den Stücken des Dorfmuseums bleibt so wie sie ist, und wir bauen die Krippen mit ein oder auch drum herum“, erzählt Elfriede Hahn, Vorsitzende des Museumsvereins Oberrosphe. An einer alten Waage hängend, am Sattel befestigt oder auf dem großen Reisewagen aufgebaut –  die Weihnachtskrippen werden in die Ausstellung integriert.

Mit 80 Krippen eine der größten Ausstellungen

Auf zwei Etagen sind in diesem Jahr in der Scheune des Dorfmuseums fast 80 Krippen aufgebaut, gefertigt aus Holz, Porzellan oder Papier. Von historisch wertvoll bis hin zu modern ist für jeden Geschmack etwas dabei. Einige Krippen kommen sogar aus Bethlehem, dem Ort, an dem sich die biblische Geschichte ereignete und das Jesuskind geboren ist. Kein Wunder also, dass hunderte Jesusfiguren in der Ausstellung zu sehen sind, gewickelt in Windeln, in der Krippe liegend oder in den Armen von Maria und Josef.

Einige Aussteller sind schon seit vielen Jahren bei der Krippenausstellung in Oberrosphe mit dabei, die zweifellos zu den größten im Landkreis zählt. Zum Beispiel Gustav Raab aus Günterod, der in diesem Jahr 20 Krippen aufgebaut hat – von  einer filigranen Krippe, gebaut in einer Weinkiste, bis hin zu Figuren aus bemalten Kieselsteinen. Die größte Krippe in diesem Jahr kommt von Ilone Schmidt aus Holzhausen und steht draußen auf dem Hof. Es lohnt sich aber auch ganz genau hinzuschauen, denn manche Figuren und Krippen sind winzig klein.

„In diesem Jahr steht die Wurzelkrippe vom Dorfmuseum im Mittelpunkt“, sagt Elfriede Hahn. Ein echter Hingucker, denn diese beherbergt die Figuren nicht in einem Stall, sondern in einer schönen großen Wurzel. Um die Wurzelkrippe herum sind passend dazu einige Waldkrippen aufgebaut.

Jetzt beginnt die Weihnachtszeit

Fast drei Wochen haben Elfriede Hahn und Brigitte Stuhl, die die Ausstellung seit drei Jahren gemeinsam organisieren, aufgebaut. Denn die Krippen werden jedes Jahr neu angeordnet und mit den Ausstellungsstücken des Dorfmuseums arrangiert. Die Krippen werden zum Teil von Privatpersonen für die Ausstellung zur Verfügung gestellt, andere stehen zum Verkauf bereit. Geöffnet ist die Ausstellung vom Samstag vor dem ersten Advent bis zum dritten Advent. „Dann möchten die privaten Aussteller ihre Krippen für die Feiertage zuhause aufbauen“, erklärt Elfriede Hahn.

Die Idee der Krippenausstellung ist vor 26 Jahren entstanden. Angefangen auf dem Dachboden in „Haus 13“ in Oberrosphe ist die Ausstellung von Jahr zu Jahr größer geworden und vor einigen Jahren in die Scheune des Dorfmuseums gezogen. „Die Besucher, die einmal bei uns waren, kommen immer wieder, schauen sich in der Ausstellung um oder schwätzen ein bisschen auf Platt“, erzählt Brigitte Stuhl. „Manche Besucher sagen sogar, im gemütlichen Ambiente der Scheune bei der Krippenausstellung beginnt für sie die Weihnachtszeit.“

 
Das Programm
Die Krippenausstellung beginnt am heutigen Samstag, 28. November, und ist bis zum dritten Advent, jeweils samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.  
Im Stall neben der Scheune gibt es einen kleinen Weihnachtsmarkt und einen Flohmarkt mit einigen Schätzen aus dem Dorfmuseum. Dort gibt es Kaffee, Kuchen, Glühwein und Bratwurst. Im Nachbarhaus „Haus 13“ öffnet eine Spielzeugausstellung von Jochen Schäfer, und sonntags gibt es in der Scheune eine Märchenstunde für Kinder. Während die Eltern oder Großeltern durch die Ausstellung gehen, können die kleinen Besucher gemütlich auf der Treppe sitzen und den Märchen lauschen.
Nach Voranmeldung öffnet die Krippenausstellung auch unter der Woche, Telefon 06423/2345.
 

von Carolin Acker

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