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Zukunft des Lebensmittelmarktes gefährdet

Münchhausen Zukunft des Lebensmittelmarktes gefährdet

Die jüngste Sitzung des Ortsbeirates hatte nur einen Tagesordnungspunkt: die Situation des Lebensmittelmarktes.

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Die Münchhäuser machen sich Gedanken um die Zukunft des Edeka-Marktes, der in der Dorfmitte angesiedelt ist. Im Ortsbeirat wurde bereits über alternative Modelle gesprochen, die zukunftsorientiert sein sollen.

Quelle: Manfred Schubert

Münchhausen. Der Mietvertrag läuft im Frühjahr 2010 aus, die bisherige Mieterin Renate Freiling, die seit über 22 Jahren den Edeka-Markt in Münchhausen betreibt, hat sich laut Dr. Anne Archinal bisher noch nicht klar geäußert, ob sie den Vertrag verlängern möchte.

Die in Wetter wohnende Vermieterin gehörte zu den 13 Teilnehmern der Ortsbeiratssitzung, die am Donnerstag in der Gemeindeverwaltung stattfand. Freiling, die ebenfalls eingeladen war, kam nicht. Heiner Dippel, Geschäftsführer des Handelshauses Consult, einer Serviceeinrichtung des Einzelhandels- verbandes Hessen-Nord mit Sitz in Marburg, war als Fachmann zu der Sitzung eingeladen worden.

Vor knapp drei Wochen hatte er in Schönstadt ein Konzept zur Belebung des Zentrums durch einen Dorfladen vorgestellt (die OP berichtete). Seit der Eröffnung des doppelt so großen Edeka-Marktes in Ernsthausen sei der langfristige Betrieb des Marktes in Münchhausen nicht gesichert, zumal das Gebiet mit den Märkten in Battenberg und Wetter sehr intensiv bewirtschaftet sei, umriss er die Situation.

Erfahrungsgemäß würden die Immobilienpreise um 25 Prozent fallen, bei den steigenden Kraftstoffpreisen überlegten die Menschen ohnehin immer mehr, ob sie nicht in die Stadt, in Richtung Arbeitsplatz ziehen. In jedem Dorf beginne ein „knüppelharter Wettbewerb“ mit den Nachbargemeinden um die Jungen ebenso wie um die Wohnqualität für Ältere. Zunächst sei es sinnvoll, Bilanz zu ziehen: Was haben wir, was wollen wir herholen?

„In Schönstadt habe ich gesagt: Sie müssen ihren Dorfladenbetreiber lieben, denn er sichert ihre Zukunft. Nur der Laden hat eine Chance, der von der Bevölkerung als „ihr“ Laden angenommen wird“, meinte Dippel. In einem ersten Schritt soll nun die Bevölkerung nach ihren Wünschen befragt werden, dann ein Konzept erstellt werden, um den bestehenden Standort zu revitalisieren und wettbewerbsfähig zu machen, und dann ein neuer Betreiber gefunden werden, sofern sich der jetzige nicht entschließt, weiterzumachen.

von Manfred Schubert

Mehr dazu lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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