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Ziel ist ein Domizil in der Gemeindehalle

Jugendliche planen festen Treffpunkt Ziel ist ein Domizil in der Gemeindehalle

20 Jugendliche aus Cölbe wünschen sich einen neuen festen Treffpunkt. Und sie haben dafür schon Pläne ausgearbeitet. Bürgermeister Volker Carle möchte ihnen gerne entgegenkommen.

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Bürgermeister Carle und Martina Meß von der Gemeinde (rechts) sowie Jannis Gerling vom Verein JEF (Vierter von links) sitzen zusammen mit Jugendlichen in einer Umkleide der Gemeindehalle, die  Teil eines Jugendtreffs werden soll.

Quelle: Götz Schaub

Cölbe. „Wir wollen für die Jugendlichen nicht einfach was hinstellen, das ist einfach nicht mehr zeitgemäß“, sagt Cölbes Bürgermeister Volker Carle. Deshalb findet er es sehr gut, dass sich nun Jugendliche an die Gemeinde gewandt haben, mit der Bitte, im Untergeschoss der Gemeindehalle Cölbe einen Jugendtreff einrichten zu dürfen. Wenn die Jugendlichen etwas selbst anstoßen, dann stehen sie auch dahinter, findet Carle und traf sich zusammen mit Bauamtsmitarbeiterin Martina Meß mit sechs der insgesamt 20 Jugendlichen vor Ort, um die Möglichkeiten auszuloten.

Die Jugendlichen werden in dieser Sache auch vom Verein „Junge Entwicklung Fördern“ (JEF) unterstützt, der seit Juni die Jugendarbeit in der Gemeinde Cölbe betreut. Und sie kamen keineswegs unvorbereitet, sondern mit klaren Vorstellungen: Der ganze Trakt mit den Umkleideräumen soll baulich verändert werden. Ihnen schwebt ein großer Aufenthaltsraum mit Küchenecke und angeschlossenem Büroraum vor. Dazu sollen auch Wände weichen. Ein Unternehmen, das gut durchdacht werden muss, wie Carle findet. Denn dann muss etwas geschaffen werden, was auch längerfristig Jugendlichen zur Verfügung gestellt werden kann.

Jugendliche wollen sich mit Eigenleistung einbringen

Meß geht nach groben Schätzungen von Umbaukosten in Höhe von plusminus 45 000 Euro aus. Insbesondere gehe es dabei darum, den Brandschutzbestimmungen gerecht zu werden und um die Neuverlegung der Leitungen, die sich in den Wänden befinden. „Ein solches Vorhaben bedingt einen Bauantrag“, machte Meß deutlich. Das bedeutet, die Jugendlichen müssen sich vorneweg mindestens drei Monate gedulden, bis die Arbeiten beginnen können. Sie wollen sich mit Eigenleistung einbringen und auch Mitbürger ansprechen, ob sie ihnen bei bestimmten Arbeiten, die von Fachleuten ausgeführt werden müssen,  weiterhelfen können.

Zunächst einmal wird es eine förmliche Eingabe an die Gemeinde Cölbe geben müssen, damit sich der Gemeindevorstand mit dem Thema, das die Jugendlichen umtreibt, beschäftigen kann. Dann ist es auch an der Gemeindevertretung, wenn sie denn mitzieht, die notwendigen Mittel im Haushalt bereitzustellen. Eins ist jedenfalls klar, die Jugendlichen sehnen sich nach einer eigenen Bleibe, haben zuletzt sich entweder an der Kirche oder der Grundschule getroffen. Das Gebäude Heuberg 1 fällt auch aus, nachdem die Entscheidung gefallen war, dies der Feuerwehr zuzuschlagen. Und: die Umkleideräume samt Duschen haben in der Gemeindehalle Cölbe ihre Zeit gehabt, werden eigentlich ungenutzt vorgehalten.

Carle macht Regeln zur Lautstärke deutlich

Für die Zeit, bis eine klare Entscheidung da ist, will die Gemeinde Sorge tragen, dass sich die Jugendlichen dort schon mal treffen können, auch wenn das eine bauliche Veränderung mit sich bringen könnte, nämlich den Einbau einer zweiten Tür nach draußen zur Gewährleistung eines zweiten Fluchtweges im Notfall. Carle machte auch deutlich, dass hinsichtlich der Lautstärke Regeln einzuhalten seien. Die nächsten Anwohner seien zwar etwas weiter weg, doch sollen sie dann auch rechtzeitig informiert werden.

von Götz Schaub

Der Verein JEF
Der Verein „Junge Entwicklung Fördern“ (JEF) ist von der Gemeinde Cölbe für die nächsten drei Jahre mit der Koordination der Jugendarbeit in allen Ortsteilen beauftragt. Dazu teilen sich als Hauptansprechpartner Jannis Gerling und David Schneider eine hauptamtliche Stelle, die bisher der Jugendpflege zugeordnet war. JEF will begleiten, nicht anleiten, dennoch auch wiederkehrende Angebote und Aktionen anbieten, die auf die Wünsche und Bedürfnisse der Jugendlichen abzielen. Die Projektarbeit kann dabei auch mal eine politische Bildung sein, aber auch was Handwerkliches. Alle Vereinsmitglieder wohnen in der Gemeinde, sind mitunter zertifizierte Erlebnispädagogen und Studenten.
Das Team Jugendarbeit ist erreichbar unter kontakt@jef-verein.de.
Jannis Gerling ist erreichbar unter jannis.gerling@jef-verein.de und mobil unter 01 51 / 59 11 52 86.
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