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Wollmarer stemmen Umbau gemeinsam

Dorfgemeinschaftshaus Wollmarer stemmen Umbau gemeinsam

In Wollmar gehen die Uhren anders. Vielerorts werden Bürgerhäuser in Frage gestellt. In Wollmar hingegen soll mit dem DGH-Umbau die Fläche noch effektiver genutzt werden, um der Nachfrage gerecht werden zu können.

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Das Foto zeigt eine Sitzung des Ortsbeirats Wollmar im Dorfgemeinschaftshaus, im letzten Jahr.

Quelle: Manfred Schubert

Münchhausen. Innerhalb einer Bürgerversammlung am Montagabend, zu der der Ortsbeirat Wollmar ins DGH eingeladen hatte, wurden alle aktuellen Vorhaben sowie die laufenden Projekte im Dorferneuerungsprogramm rund 60 Interessierten vorgestellt.

Mit rund 850 000 Euro soll der Umbau zu Buche schlagen. Dazu wird ein großer Teil an Eigenleistung von den Bürgern erbracht werden müssen, so Ortsvorsteher Wolfgang Henseling. Die anwesenden Wollmaraner nahmen es gelassen und auch Henseling war sich sicher, dass gemeinsam das Projekt zu stemmen sei.

Umbauten sollen Dreifachnutzung ermöglichen

Dazu zählen eine mobile Trennwand im großen Saal, separate Eingänge, die gegebenenfalls gleichzeitig eine Dreifachnutzung des Bürgerhauses ermöglichen würde und der Wegfall der Kegelbahn, wodurch zusätzlich neue Räume und Flächen beispielsweise für Küche, Lager, Sanitäranlagen entstehen. Letztendlich ist es aber die energetische Sanierung des Gebäudes, die den Umbau dringend erforderlich macht. Aus diesem Grund strebe die Gemeinde Münchhausen für das DGH und die unmittelbar danebenliegenden Gebäude wie beispielsweise das Grenzganghaus „Alte Schule“, künftig eine Energieversorgung durch Nahwärme an, so Bürgermeister Peter Funk.

Umfrage zur Nahwärme wird weiter geführt

Zuvor hatte Markus Klockmann von Seeger Engineering über die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie und Nahwärmebefragung zum „Bioenergiedorf Wollmar“ berichtet: Von den derzeit rund 220 Haushalten in Wollmar haben insgesamt 38 Haushalte an der Bürgerbefragung teilgenommen. Davon wiederum haben sich 8 gegen und 30 für eine Nahwärmeversorgung ausgesprochen. Da die interessierten Haushalte in unterschiedlichen Gebieten im Ort dennoch dicht beieinander liegen, wurden zunächst fünf sogenannte Inselkonzepte vorgeschlagen. Jede dieser „Inseln“ könnte durch eine mit Holzpellets betriebene Heizzentrale versorgt werden. Die Kosten für die Anschlüsse seien abhängig von der Anzahl der Anschlussteilnehmer sowie der zu bauenden Wegstrecken an die Energiequelle.

Mit mehr Anschlussteilnehmern würden sich die Investitionskosten für jeden einzelnen Haushalt reduzieren. Bürgermeister Peter Funk richtete deshalb noch einmal die Bitte an die Bürger, die bereits verteilten Befragungsbogen noch auszufüllen und abzugeben, weil mit mehr zur Verfügung stehenden Daten genauere Angaben gemacht werden könnten. Wer den Fragebogen nicht mehr hat, kann diesen auch beim Ortsvorsteher erhalten.

von Elvira Rübeling

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