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Wohin mit historischen Sammlungen?

Fachkraft zur Erstellung einer Konzeption Wohin mit historischen Sammlungen?

Zur Sichtung und Erarbeitung einer Konzeption für drei Sammlungen in Cölbe steht die Schaffung einer zeitlich befristeten Stelle im Raum, doch es soll noch nach anderen Möglichkeiten gesucht werden.

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Auf der Homepage des Dorfes Bürgeln gibt es unter anderem eine umfassende Bildergalerie zum Heimatmuseum, das vor seiner Auflösung steht.

Quelle: Thorsten Richter

Cölbe. Was soll mit dem Gemeindearchiv Cölbe, mit den Exponaten des Heimatmuseums Bürgeln und mit den Stücken einer privaten Cölber Sammlung geschehen? Sollen sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, vielleicht gar als  touristische Attraktion oder sollen sie irgendwo nur archiviert werden oder teilweise aufgelöst werden? Der Plan des Cölber Gemeindevorstands ist der, die Sammlungen bewerten zu lassen. Dann soll eine Konzeption erstellt werden, wie mit den Sammlungen umgegangen werden soll.

Arbeitskraft für 19,5 Wochenstunden

Dazu schlägt der Gemeindevorstand vor, eine qualifizierte Person mit einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 19,5 Wochenstunden für die Dauer von zunächst sechs Monaten einzustellen. Eigentlich sollte das Thema während der jüngsten Gemeindevertretersitzung zur Beschlussreife gebracht werden. Doch schon in den vorgeschalteten Ausschüssen zeichnete sich ab, dass es noch Redebedarf gibt.

Und so wollte man das Thema noch mal in die Ausschüsse zurückverweisen, dennoch entwickelte sich eine kurze Diskussion. Werner Bodenbender von der Bürgerliste Cölbe  sagte: „Ich bin schon der Meinung, das Thema jetzt zu entscheiden. Wir sollten Farbe bekennen. Auch wenn die Sache an sich ehrenwert ist, kann ich es nicht akzeptieren, dass dafür eine halbe Stelle eingerichtet werden soll, wenn auch nur auf Zeit.“

Man solle doch bedenken, dass allein durch die Gehaltserhöhungen bei den Erzieherinnen der Gemeindehaushalt nicht unerheblich belastet werde. Zudem sei es vielleicht in Zeiten, in denen man Raum für Flüchtlinge suche, nicht  so sinnig über einen Raum für ein Heimatmuseum nachzudenken.

Die Sammlung des Heimatmuseums sichern

Dr. Jens Ried, Fraktionschef der CDU, sagte, er wolle das Thema lieber noch mal im Ausschuss behandeln, mit dem Ziel einen anderen Beschlussvorschlag zu erarbeiten. „Sollte er so wie jetzt geplant zur Abstimmung kommen, können wir ihm nicht zustimmen“, sagte er mit Verweis auf die zusätzlichen Kosten.  

Jörg Block von den Grünen und zudem Ortsvorsteher von Bürgeln ist überzeugt: „Die Sammlung des Heimatmuseums Bürgeln ist es wert, gesichtet und auch fachgerecht bewertet zu werden.“ Das gehe nicht ausschließlich über das Ehrenamt. Die Investition in eine qualifizierte Arbeitskraft halte sich doch in einem überschaubaren Rahmen in einer Größenordnung von 11.000 Euro.

Auch Peter Jakobs von den Grünen warb dafür, das Heimatmuseum keinesfalls fallen zu lassen. „Es ist doch so ein schönes Wimmelmuseum. Ich würde es gerne genau so erhalten sehen. Es sollte nicht von einem Museumspädagogen durchgestylt werden.“ Der Verbleib des Themas im Ausschuss soll auch als ein  Weckruf für die Bürger verstanden werden, sich jetzt einzubringen. Die deutliche Mehrheit stimmte für die Zurückverweisung in die drei Ausschüsse, die da wären der Kulturausschuss, der Planungsausschuss und der Hauptausschuss.

von Götz Schaub

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