Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 13 ° Regen

Navigation:
Wo Kulturen ineinander fließen

Krafts Hof Wo Kulturen ineinander fließen

Am Sonntag drehte sich in Sterzhausen alles um Krafts Hof - für einen guten Zweck. Mit dem Erlös des Sommerfestes kann der Kulturvereins als Träger des Generationentreffs wieder neue Projekte anstoßen.

Voriger Artikel
Viele Kameraden gratulieren zum 80. Geburtstag
Nächster Artikel
Statt Schule eine Woche Zirkus

Ingo Lorenz (links) und Fred Stephan unterhielten das Publikum musikalisch. Rechts: Die Theatergruppe spielte „Die kluge Sekretärin“, hier mit Wilfried Lies und Christiane Barie.Fotos: Manfred Schubert

Quelle: Manfred Schubert

Sterzhausen. „Ich werde 100 Jahre alt“ - dieses bekannte Lied von Johannes Heesters passte gut zu Krafts Hof mit seinen Senioren-Hausgemeinschaften und seinem Generationentreff. Dass Ingo Lorenz es auch noch mit täuschend echt klingender Stimme und holländischem Akzent vortrug, ließ es zu einem der Höhepunkte des äußerst unterhaltsamen Auftritts von Fred Stephan und Ingo Lorenz werden.

Zu Playbackmusik sang das „Duo Lorenz und Stephan“ klang- und oft auch humorvoll Lieder von Elvis Presleys „In the ghetto“ bis zu Leonard Cohens „Halleluja“, wobei das Publikum zum Mitsingen aufgefordert war. Dieses zeigte sich begeisterungsfähig und imitierte zu „You raise me up“ mit den Daumen brennende Feuerzeuge. Mit diesem Höhepunkt zum Ende des Programms, dass am Sonntag bei schönstem Wetter an die 400 Menschen gemeinsam feierten, und der Verlosung eines Segelflugs als Hauptgewinn klang das Hoffest aus. Ernst Boltner, Geschäftsbereichsleiter Altenhilfe des St. Elisabeth-Vereins, meinte in seinem Schlusswort, in dieser letzten halben Stunde des Festes habe man so richtig erlebt, wofür Krafts Hof stehe - dass hier die Zeiten ineinander fließen.

Dass seit kurzem hier auch die Kulturen ineinander fließen, war bei diesem Hoffest ebenfalls sicht- und schmeckbar. Seit zwei Monaten gibt es im Generationentreff einen offenen islamischen Kulturunterricht. Zum verbindenden Element wurde nun der Backhausofen.

Zwölf türkische, kurdische und iranische Frauen buken ab fünf Uhr morgens unter Anleitung des „Backofenexperten“ Karl-Heinz Schellenberg Lahmacun, Börek und „Zwölf Köstlichkeiten“, die ebenso wie das beliebte Backhausbrot reißenden Absatz fanden.

Losgegangen war das Fest mit einem Gottesdienst mit 140 Teilnehmern, den Pfarrer Wolf Rose leitete und der vom Posaunenchor Lahnfels und dem Chor Lahntabile mitgestaltet wurde. Der Volkstanz- und Trachtenkreis Sterzhausen trat auf und die Seniorentanzgruppe Goßfelden tanzte Polka, Square Dance und zum „Kleinen grünen Kaktus“. Jupp Knobl aus Amönau spielte alte Schlager auf seinem Akkordeon.

Die Theatergruppe des Generationentreffs spielte zweimal das Stück „Die kluge Sekretärin“, einmal in einer der Hausgemeinschaften und einmal im evangelischen Gemeindesaal. Goßfeldens Ortsvorsteher Wilfried Lies gab den Chef, der Bewerberinnen prüft, bis Christiane Barie in der Titelrolle den Spieß umdrehte und sein Wissen auf die Probe stellte. Mit dem Ergebnis, dass es ihren Ansprüchen an einen intelligenten Vorgesetzten nicht genügte.

von Manfred Schubert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nordkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr