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Windpark Mellnau steht vor dem Aus

Burg ist wichtiger Windpark Mellnau steht vor dem Aus

Der vom privaten Windkraftentwickler Eno Energy geplante Windpark zwischen Todenhausen und Mellnau wird voraussichtlich keine Genehmigung bekommen.

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Mit diesen Fotomontagen warnte die Bürgerinitiative Windkraft Wetter vor der Errichtung eines Windparks zwischen Mellnau und Todenhausen. Nach heutigem Stand werden diese Bilder nicht zur Wirklichkeit. Das RP Gießen will dort keine Windräder genehmigen.

Wetter. Zwei von sieben durch Eno beantragte Standorte seien abgelehnt, sagte Regierungspräsident Dr. Lars Witteck auf Anfrage der OP. Die Frist, dagegen Rechtsmittel einzulegen, sei am 17. Februar abgelaufen. Bis Freitag lag dem RP kein entsprechender Schriftsatz vor.

Bleibt es dabei, wären diese Standorte rechtskräftig abgelehnt. Die übrigen fünf seien ebenfalls negativ beschieden worden, dagegen kann der Investor jedoch in der Anhörung noch Einspruch einlegen und gegebenenfalls klagen. Begründet wird die Ablehnung vom RP Gießen mit dem Denkmalschutz, will sagen: Die herausragende Bedeutung der Burg Mellnau in der Kulturlandschaft, die durch die Errichtung von Windrädern zwischen Mellnau und Wetter erheblich beeinträchtigt würde. Wetters Bürgermeister Kai-Uwe Spanka freute sich über die Nachricht, wundert sich allerdings darüber, dass die Genehmigung mit einem Argument begründet wird, mit dem die Stadt Wetter selbst schon mehrfach beim RP abgeblitzt sei, als sie sich schon 2006 gegen die Ausweisung des Galgenbergs als Windkraftvorrangfläche im Regionalplan ausgesprochen hatte. „Das hätte man dann früher schon so haben können“, ohne dass ein Investor und auch die Stadt viel Geld hätten ausgeben müssen. Um die Planungshoheit auf diesen Flächen zu behalten, hatte die Stadt Wetter ein eigenes Verfahren gestartet und zuletzt dort auch Windmessungen in Auftrag gegeben. Der Messmast sei gerade abgebaut worden, so Spanka. Die Stadt Wetter akzeptiere die Entscheidung des RP sicherlich, es bestehe keine Notwendigkeit, an diesem Standort festzuhalten, zumal man derzeit den Schwerpunkt auf die Realisierung des Windparks Wollenberg gemeinsam mit den Stadtwerken und den Gemeinden Lahntal und Cölbe lege.

von Michael Agricola

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