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Wilhelm Waltenberg wandert weiter

100. Geburtstag Wilhelm Waltenberg wandert weiter

Ernährung und Bewegung spielten immer eine große Rolle. Schon mit 18 Jahren hatte Wilhelm Waltenberg das Wandern im Hochgebirge für sich entdeckt. Offensichtlich ein gutes Rezept für ein langes Leben.

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Große Feier zum runden Geburtstag: Tochter Siegrid Keienburg (links), Jubilar Wilhelm Waltenberg und Tochter Birgit Egeward mit Geburtstagstorte.

Quelle: Elvira Rübeling

Wetter. Den Ersten Weltkrieg musste er im frühesten Kindesalter miterleben. Während des Zweiten Weltkrieges geriet er kurzzeitig in russische Kriegsgefangenschaft, aus der er jedoch fliehen und sich nach Hause durchschlagen konnte.

Trotz harter Lebensbedingungen: Am 9. November wurde Wilhelm Waltenberg 100 Jahre alt. Er selbst ist überzeugt, dass er mit Bewegung und gezielter Ernährung den größten Teil dazu beigetragen hat. Eine gezielte Auswahl der Lebensmittel war ihm immer wichtig. Obst und Gemüse baute er im eigenen Schrebergarten an.

Der 1912 in Wuppertal-Elberfeld geborene Jubilar wuchs dort als jüngstes von sechs Kindern auf. Seine Schulzeit beendete er mit der Mittleren Reife. Drei Lehrjahre als Brückenbauer folgten, per Abendschule erwarb er die Hochschulreife und wurde Ingenieur.

Seine berufliche Laufbahn schlug er bei der Bundesbahndirektion Wuppertal ein und war anfangs im Signalwesen tätig. Als Personalleiter im gehobenen Dienst und später als Oberamtsrat schied er mit seiner Pensionierung im Alter von 63 Jahren bei seinem einzigen und lebenslangen Arbeitgeber aus. Im Jahr 2004 erfolgte dann sein Umzug nach Wetter. Aus seinen zwei Ehen waren vier Kinder und ein Enkel hervorgegangen. Im engen Kreis seiner Familie und Freunde feierte Wilhelm Waltenberg seinen 100. Geburtstag im Sporthotel Freund in Oberorke am Edersee. Dort wird er auch die nächsten 14 Tage verbringen.

Bis heute spielen Sport, Bewegung und eine gezielte Ernährung eine ganz große Rolle in seinem Leben. Die weiten Reisen, die er oft und gerne unternommen hat, sind ihm heutzutage leider nicht mehr möglich.

„Dafür hat Wilhelm Waltenberg jedoch im Sporthotel Freund, wo er regelmäßig Urlaub macht, einen „wunderbaren Ersatz“ für seine jahrzehntelangen Reisen, die ihn beispielsweise in die Schweiz nach Zermatt führten. Mit 90 Jahren war Waltenberg noch in Nepal bei einer Besteigung des Mount Everest dabei.

Wandern zählte schon immer zu seinen allergrößten Leidenschaften. Nach seinem Umzug zu seiner in Wetter lebenden Tochter Birgit trat er im Jahr 2004 sofort in den Wanderverein Wetter ein.

In den vergangenen acht Jahren hat er an 85 Wanderungen teilgenommen.

Das berichtete der Vorsitzende des Wandervereins Wetter, Helmut Pitzer, während eines Geburtstagsbesuchs beim Jubilar im Hotel am Edersee. Bis vor knapp zwei Jahren lief er bei den Volkswandertagen stets die längsten Strecken zwischen 19 und 22 Kilometern mit.

Erst im Alter von 98 Jahren begann er, ein wenig kürzerzutreten. Heute läuft Waltenberg die mittleren oder kurzen Strecken beim Volkswandertag. Doch bei jeder Veranstaltung wird er ausgezeichnet - konkurrenzfrei ist Wilhelm Waltenberg stets der älteste Teilnehmer, der des Wanderns einfach nicht müde wird.

von Elvira Rübeling

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