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Wild parkende Autos am neuen Seniorenheim

Ortsbeirat Cölbe Wild parkende Autos am neuen Seniorenheim

Der stellvertretende Ortsvorsteher Wolfgang Tichelmann legte kritisch dar, dass das Verkehrsaufkommen aus Sicht der Anwohner um das 10-fache erhöht sei, die Lärmbelastung ebenfalls.

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Ortsvorsteherin Gisela Nagel-Rotarius und ihr Stellvertreter Wolfgang Tichelmann leiten die Sitzung im Bistro „Culina“ der Hausgemeinschaft St. Jakob Cölbe.

Quelle: Anja Lagerwerf

Cölbe. Die ersten Bewohner sind in die „Hausgemeinschaft St. Jakob Cölbe“ eingezogen, und zum neuen Schuljahr 2013/2014 kann auch der neue Gemeindekindergarten eröffnet werden. Doch die Anwohner sind unzufrieden mit der Verkehrssituation, das wurde in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates Cölbe deutlich. Der stellvertretende Ortsvorsteher Wolfgang Tichelmann, der für die SPD im Parlament sitzt, sprach von einer um das zehnfache erhöhten Verkehrsbelastung. Das Park- und Halteverbot würde nicht eingehalten, der Bürgersteig sei im Moment schwierig begehbar. Zum einen ging es um wild parkende Autos, die teilweise die Einfahrt der Anwohner blockierten. Aber auch die Verkehrssicherheit sprachen die bei der Sitzung anwesenden Anwohner an. Jacqueline Lachwa erzählte: „Die Bewohner des Seniorenheimes gehen teilweise auf der Straße, da der Bürgersteig für Rollator und Rollstuhl nicht geeignet ist. Auch die Kindergartenkinder, die bald hier einziehen werden, sind aus meiner Sicht durch das hohe Verkehrsaufkommen und die recht schnell fahrenden Busse gefährdet.“ Laut Ortsbeiratsmitglied Jörg Drescher, der auch für die CDU im Cölber Parlament sitzt, wurde das Verkehrskonzept rund um das neue Zentrum erstellt und verabschiedet. Allerdings sei dieses im Jahr 2013 nicht finanzierbar. Die Mittel im Haushalt fehlten, so Drescher weiter. Ortsvorsteherin Gisela Nagel-Rotarius, zugleich Mitglied der Grünen-Fraktion im Parlament, nahm die Anregungen der Anwohner sehr ernst: Sie schlug vor, kurzfristige, leicht finanzierbare Maßnahmen in der Sitzung zusammenzutragen und schnellstmöglich umzusetzen. Die Verkehrsentlastung sei auch in der Bauphase weiterhin ein wichtiges Thema, so die Ortsvorsteherin.

Jörg Kempf, Geschäftsführer der Altenhilfe St. Jakob, berichtete, dass bereits 40 von 80 Heimplätzen belegt seien und pro Schicht ca. 12 Mitarbeiter im Haus arbeiten würden. Diese kämen teilweise von auswärts und bräuchten Parkplätze. Er sicherte zu, dass die Mitarbeiter in Zukunft ihre Autos auf dem Parkplatz „Grüne Bette“ abstellten. Der Ortsbeirat begrüßte dies.

Weiter waren sich die Politiker einig, dass die Besucherparkplätze deutlicher gekennzeichnet werden müssten. Gisela Nagel-Rotarius berichtete außerdem: „Die Bauarbeiter sind vom Gemeindevorstand schon angewiesen worden, auf dem Kindergartengelände während der Bauphase zu parken, so dass auch dadurch eine deutliche Entlastung spürbar sein müsste.“ Die Anwohner schlugen vor, dass der Parkplatz auf dem Gelände von Fokus Ergotherapie von den Mitarbeitern und Gästen wirklich besser genutzt werden müsste. Auch diese Anregung nahmen die Mitglieder des Ortsbeirates auf und sagten zu, mit der Geschäftsleitung zu sprechen. Werner Waldmann beantragte, Parkverbotsschilder anzubringen. Die Einhaltung dieses Verbotes sollte dann aber auch von der Gemeinde häufig kontrolliert werden, so Waldmann weiter.

Gisela Nagel-Rotarius gab zu bedenken, dass die Straßenverkehrsbehörde eingeschaltet werden müsse, um Schilder aufzustellen. Herbert Lachwa, Bürger aus Cölbe, fragte, wie er Einfluss nehmen könnte, dass das Verkehrskonzept im Jahr 2014 finanziert werden kann.

Jörg Drescher plädierte für kleine Schritte und Bauabschnitte, damit auch die finanziellen Kosten für die Anwohner überschaubar blieben. Er wird anregen, dass das Verkehrskonzept auf der Internetseite der Gemeinde Cölbe einsehbar ist.

von Anja Lagerwerf

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