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Viele Stunden Arbeit haben sich gelohnt

„Schöne-Aussicht-Hütte“ Viele Stunden Arbeit haben sich gelohnt

Nach einjähriger Bauzeit weihten die Wanderfreunde Treisbach bei strahlendem Sonnenschein, aber herbstlichen Temperaturen, ihre neue Wanderhütte ein.

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Der Posaunenchor Treisbach präsentierte einige Lieder vor dem herrlichen Ausblick auf die Berge rund um Treisbach.

Quelle: Ingrid Lang

Treisbach. „Sinn des Wanderns ist es, unterwegs zu sein, und genau dieses Motto leben die Wanderfreunde“, sagte Ortsvorsteher Wolfgang Achenbach. „Mit großem Engagement opfert ihr eure Freizeit und habt nicht nur diese schöne Hütte gebaut, sondern zeichnet Wanderwege aus und setzt euch für das Gemeinwohl ein.“

An der Sternwanderung zur „Schöne-Aussicht-Hütte“ beteiligten sich Wanderergruppen aus Bottenhorn, Eckelshausen, Wetter, Rosenthal, Warzenbach, Frohnhausen und Ernsthausen, aber auch etliche Einzelwanderer. Mitgestaltet wurde­ ­
die fröhliche Feier mit Liedern vom gemischten Chor „Singfonie“ Treisbach um Leiterin Anja Grüneberg und dem Posaunenchor Treisbach um Wilhelm Lichtenfels.

 
Blick in die Hütte: Das Bettenlager (Bild unten) haben die Wanderfreunde in Eigenleistung gebaut. Foto: Ingrid Lang

Die Wanderfreunde um ihren Vorsitzenden Karl-Heinz Mende haben für die Wanderer und Radfahrer auf dem Schüßlerberg, an dem der Gisonenweg, der Hollende-Rundweg und der Treisbachtalradweg vorbeiführt, eine gelungene Unterkunft geschaffen. Nachdem die Baugenehmigung erteilt und die ­Finanzierung durch das EU-Leaderprogramm gesichert waren, konnte mit dem Bau der Hütte begonnen werden. Nachdem die Bodenplatte fertig gestellt und getrocknet war, konnten die Handwerker mit dem Aufbau der Hütte, die in Ständerbauweise erfolgte, beginnen. Dann wurden außen sowie innen Platten angebracht und diese mit Steinwolle verfüllt.

„Einige tausend Stunden ­haben die Helfer beim Bau der Hütte in Eigenleistung erbracht“, berichtete der Vorsitzende. Sie deckten außerdem das Dach mit Trapezblech ein und installierten eine Photovoltaikanlage darauf. Der Fußboden im Vorraum erhielt einen Anstrich und im restlichen Bereich wurde PVC ausgelegt. Zudem wurden in der Küche Fliesen verlegt und die Wände gestrichen.

Im Dachgeschoss gibt es neun Schlafplätze

Die fleißigen Helfer installierten ebenfalls die komplette Elektrik in der Hütte und errichteten im Dachgeschoss ein Bettenlager mit neun Schlafplätzen. Außerdem gibt es eine Dusche und ein Toilette. Das Frischwasser wird dazu von den Wanderfreunden zur Wanderhütte transportiert. Für die nötige Wärme in der Wanderhütte sorgt bei Bedarf ein Kachelofen, und zusätzlich wurde eine Gastherme eingebaut. „Jetzt fehlt nur noch die Inneneinrichtung, und die Außenanlage muss fertiggestellt werden. Zudem wollen wir standfeste Sitzgruppen anschaffen und einige Bäume pflanzen“, sagte Karl-Heinz Mende.

Lob und Anerkennung für die tolle Leistung beim Bau der Hütte übermittelte auch Finanzminister Dr. Thomas Schäfer und überreichte den Wanderfreunden eine Spende. Für die Fertigstellung werden noch einige tausend Euro benötigt, daher freut sich der Verein über jede weitere Unterstützung, so der Vorsitzende. Seinen Dank richtete Mende an die Helfer, die mit viel Herzblut am Bau der Hütte beteiligt waren sowie Hermann Dersch für das schöne Hüttenschild, allen Unterstützern und Spendern. Die Hütte steht allen Wanderern und Radfahrern zur Verfügung und ist von April bis Oktober jeden ersten Sonntag im Monat auch für Nichtwanderer geöffnet.

Kurz vor der Einweihung der Hütte gab es für den Wanderverein noch einen Grund zum Feiern – das 30-jährige Bestehen. Auf die Idee, einen Wanderverein zu gründen, kamen sieben Freunde bei ihrer ersten großen Bergwanderung im Tannheimer Tal. Noch heute zeugt die ­Urkunde von der Gründung der Wanderfreunde Treisbach, die fortan Tages- und Mehrtageswanderungen anboten und seit 1995 den Wandermarathon, der sich großer Beliebtheit erfreut, veranstaltet. Ihr Bestehen werden die Wanderfreunde, die mehr als 110 Mitglieder zählen, aber nicht feiern. Die Fertigstellung der Hütte steht im Vordergrund, sind sich die Wanderer einig.

von Ingrid Lang

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