Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 18 ° Gewitter

Navigation:
Unbekannter vertreibt Storchenpaar

Nabu beklagt Nestaufgabe Unbekannter vertreibt Storchenpaar

Seit 2015 steht nahe Niederwetter mitten in einer Graslandschaft ein ehemaliger Flutlichtmast, der etwas umgebaut Störche zum Nestbau animieren soll. Nachdem noch im gleichen Jahr ein Pärchen die potenzielle Wohnung besichtigt hatte, wurde sie tatsächlich 2016 erstbezogen. Und in diesem Jahr auch wieder.

Voriger Artikel
Sieben Erlebnis-Wanderungen zur Wahl
Nächster Artikel
Amönauer zeigen Gefahrenstellen auf

Diese Foto stammt aus dem Vorjahr, als in Niederwetter erstmals ein Storchenpaar brütete und Junge großzog.

Quelle: Nabu Wetter

Niederwetter. Die selbe Störchin von 2015, allerdings mit einem neuen Partner, weiß Hermann Schmack, Vorsitzender der Nabu-Ortsgruppe Wetter. Doch das Paar ist jetzt verschwunden und der Nachwuchs, mindestens zwei Tiere, auch. Schmack geht davon aus, dass ein Mensch dafür verantwortlich ist. Einer, der entweder völlig naiv oder völlig gewissenlos agierte, wie er meint.

Jedenfalls wurde am Sonntag, 14. Mai, eine einzelne Person dabei beobachtet, wie sie sich offenbar mit schweren Foto-Gerätschaften dem Horst näherte und sich darunter positionierte. Das Storchenpaar sei dann aufgeflogen und seither nicht mehr wieder gesehen worden. Die Frage nach dem Nachwuchs erübrigt sich eigentlich damit. Ja, die Tiere waren noch sehr klein, wurden wohl Opfer von Raubvögeln. Schmack geht davon aus, dass die Störche massiv gestört wurden, möglicherweise durch eine Drohne. Störche sind eigentlich einiges gewohnt. Wenn die Jungtiere beringt werden, zum Beispiel. Da fliegen sie auch auf, kehren aber danach wieder zurück und ziehen weiter ihren Nachwuchs auf, sagt Schmack. Nun bittet er sehr darum, dass Hobbyfotografen und Tierfilmer, die Tiere ausschließlich aus angemessener Entfernung „auf Platte bannen“ und alle Störungen vermeiden.

Im vergangenen Jahr saßen vier Jungstörche im Nest. Einer davon fiel dann herunter, wurde vielleicht sogar verstoßen. Jedenfalls weiß Schmack, dass genau dieses Tier noch lebt, nachdem  es zum Tierarzt gebracht worden war und eigentlich schon eingeschläfert werden sollte. Im entscheidenden Moment erholte sich der Vogel und fand ein neues Zuhause, wo er erfolgreich weiter aufgepeppelt wurde.  Nun hofft Schmack, dass der Storchenmast im nächsten Jahr wieder einem Paar ein Zuhause bietet.

von Götz Schaub

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr