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Robuste Douglasie statt Fichtenholz

Die längste Sitzbank Hessens Robuste Douglasie statt Fichtenholz

Die neue „Hessenbank“ ist mit 33,33 Metern etwas mehr als einen Meter länger als die Vorgängerin. Am 13. August beim Volkswandertag ist Einweihung.

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Erste Sitzprobe der Helfer: Leo Frees (von links), Hans-Georg Wilhelm, Konrad Bettelhäuser, Klaus Opitz, der Wandervereins-Vorsitzende Helmut Pitzer, Forstwirtschaftsmeister Werner Klingelhöfer, Manfred Priemer und Helga Priemer.

Quelle: Manfred Schubert

Wetter. „In den vergangenen zehn Jahren haben weit mehr als 10.000 Menschen auf der Bank gesessen“, rechnete Helmut Pitzer vor. Die 2007 eingeweihte, 32,32 Meter lange Hessenbank habe sieben Volkswandertage, ein Grenzegang-Fest, zwei Gottesdienste, mehrerer Kinderfeste und eine Hochzeit erlebt und natürlich regelmäßig Spaziergängern und Wanderern zur Rast mit herrlicher Aussicht auf Mellnau und Unterrosphe gedient. Es ist die längste aus ­einem Baumstamm geschaffene Sitzbank in Hessen.

Helfer transportierten den 4,5 Tonnen schweren Stamm

Wind und Wetter, Pilze und Insekten hatten dem Fichtenholz so weit zugesetzt, dass jetzt eine Erneuerung nötig war. Diesmal wurde eine Douglasie ausgewählt, deren Holz widerstandsfähiger ist. Mindestens fünf Jahre länger soll die neue Bank halten. Etwa 100 Jahre lang war der Baum auf dem Gebiet des Forstamts Sterzhausen gewachsen. Leider brach beim Fällen ein mehr als zwei Meter langes Stück von der Spitze ab – 33,33 Meter blieben übrig.

Auch so war es ein schwieriges Stück Arbeit, den mehr als 4,5 Tonnen schweren Stamm mithilfe zweier Bagger der Firma Archinal fünf Kilometer weit durch mehrere Kurven bis an den Standort am Hain auf dem Wollenberg zu transportieren. Zwei Stunden dauerte es, bis er an der richtigen Stelle lag.

 
Werner Klingelhöfer vom Forstamt Burgwald (Mitte) schnitt die neue Bank aus einem Douglasienstamm. Foto: Manfred Schubert

Die Arbeit, aus dem Stamm eine Bank mit Rückenlehne zu machen, übernahm wiederum Forstwirtschaftsmeister Werner Klingelhöfer vom Forstamt Burgwald. Er hatte vor zehn Jahren schon die erste Hessenbank aus dem Fichtenstamm geschnitten. Der Vorsitzende des Vereins Waldarbeitsmeisterschaften Hessen geht kunstvoll mit der Kettensäge um und verzierte damals die Enden der Bank mit Hase-und-Igel-Figu­ren und schuf weitere Tier­figuren, die nahe der Bank stehen. Allerdings wurden die ­Figuren auf der Bank nach einiger Zeit abgebrochen, diesmal wurde zugunsten von Sitzfläche auf sie verzichtet. Aus den herausgeschnittenen Holzblöcken sollen weitere Ruhebänke für die Wanderwege entstehen.

Mitglieder des Wandervereins hatten den Platz vorbereitet und halfen mit Trecker und Muskelkraft beim Ausrichten und Bearbeiten des neuen Stammes. Den mehr als 800 Euro teuren Baum gestiftet hat die Stadt Wetter.

  • Das zehnjährige Bestehen der Hessenbank und die Einweihung der neuen Hessenbank auf dem Wollenberg werden während des Volkswandertages in Wetter gefeiert. Dieser findet am Sonntag, 13. August, statt, zu dem der Wanderverein Wetter einlädt. Start zur Wanderung ist zwischen 8 und 11 Uhr an der Hessenbank, es stehen Strecken unterschiedlicher Länge zur Auswahl.

von Manfred Schubert

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