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Wetter macht sich fit für eine gute Zukunft

Förderung des Eigenpotenzials Wetter macht sich fit für eine gute Zukunft

Wenn die B-252-Ortsumgehung fertiggestellt sein wird, wird die Stadt Wetter sicher Antworten auf die veränderten Verhältnisse in der Kernstadt, Niederwetter und Todenhausen gefunden haben – aber keine Phantastereien.

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Die Bahnhofstraße beziehungsweise die Wetschaftsbrücke sind derzeit wieder befahrbar. Fertig ausgebaut wird die Straße im Frühjahr.

Quelle: Götz Schaub

Wetter. Man kann alles ausprobieren, aber man muss auch Realist sein, sagt Wetters Bürgermeister Kai-Uwe Spanka. Natürlich geht er davon aus, dass die neue B 252 für die Kommune Wetter große Veränderungen bringen wird, die auch bisher nicht zu nutzende neue Chancen bieten werden. Aber er glaubt schon, gut einzuschätzen zu können, ab wann solche Chancen ins reine Wunschdenken abdriften.

„Ich bin jetzt lange genug dabei und habe viele Erfahrungen gemacht. Überregional tätige Firmen brauchen für ihre Logistik Autobahnanschluss. Im ganzen Landkreis gibt es keinen einzigen Autobahnkilometer. Wir sind hier in Wetter auch nicht der Standort mit 15 bis 20 Hektar Gewerbefläche. Also sollten wir unsere Aufmerksamkeit auf das lenken, was wir können“, sagt der Bürgermeister. Und was kann man in Wetter? „Wir können Perspektiven bieten für mittelständische Firmen, für unsere Firmen, also für Gewerbetreibende, die schon hier vor Ort sind und auch hier gerne bleiben möchten.“

Für das große Ganze, also eine zukunftsfähige­ Infrastruktur sowie die Sicherung und Erhöhung einer guten Lebensqualität werde derzeit ­einiges in Wetter getan. Dass nun in absehbarer Zeit durch den Bau der neuen B 252 der überregionale Schwerlastverkehr aus Wetter, Todenhausen und Niederwetter herausgenommen wird, ist ein wesentlicher Faktor für die künftige Entwicklung. „Die Menschen wohnen gerne­ hier, bleiben gerne hier und kommen gerne hierher“, sagt Spanka. Beweise gefällig? Nun, die Kindergärten sind voll – „So wie wir das wollen. Der neue Kindergarten in Unterrosphe ist dabei sehr gut angenommen worden“, sagt Spanka. Und: für das in Planung befindliche Baugebiet „Im Oberrospher Wege“ am Rand der Kernstadt mit 58 Bauplätzen gibt es schon gut 35 feste Interessenten. Im April soll es dort mit der Herrichtung der Baustraße losgehen.

Bahnhofstraße ist für den Verkehr wieder befahrbar

„Dazu kommen auch immer wieder Menschen neu in vorhandene Wohnbebauung. Wir haben einen Bevölkerungszuwachs zu verzeichnen“, freut sich der Bürgermeister. Es passe gerade gut ins Bild, dass die Bahnhofstraße­ ertüchtigt wird. Nach erfolgter­ Erneuerung des Kanals ist sie derzeit für den Verkehr freigegeben, aber die Baumaßnahme ist noch nicht abgeschlossen. „Es kommt noch die Nahwärme­ und im Frühjahr erfolgt dann der Straßenbau. Nach aktuellem Stand ist angedacht, dass alles im Mai fertig sein wird“, so Spanka. Durch den gerade stattfindenden Bau eines zweiten Ärztehauses werde die Kernstadt weiter aufgewertet. Die Bahnhofstraße erhalte mit einem Kreisel auch ein neues Gesicht als schön gestaltetes Einfallstor in Wetters Mitte.

So, noch mal was zur Nahwärme: „Das ist ja ein Steckenpferd von mir“, sagt der Bürgermeister. Deshalb ist er schon ein wenig stolz darauf, dass das neue Wohngebiet „Im Oberrospher Wege“, das direkt in der Nachbarschaft der Heizzentrale der Stadtwerke Wetter entsteht, ausschließlich von dort aus versorgt werden wird. Zudem wird bis in jedes Haus Glasfaser für einen schnellen Internetzugang gelegt­ werden. Und es wird „Zapfstellen“, also Ladestationen, für Elektro-Autos dort geben.

Was die zukünftige Gestaltung der jetzigen B 252 in den Ortslagen angeht, setzt Spanka auch auf die Ideen und Mitarbeit der Ortsbeiräte. In der Kernstadt wird sicher auch die Initiative­ „Wetter ist uns wichtig“ eingebunden werden. Ohne zu viel vorgeben zu wollen, hofft Spanka, dass sich dort auch ein Radweg etablieren lässt – an der Breite der Straße sollte das ­sicher nicht scheitern. Was die K 1 betrifft, die Mellnau mit Simtshausen verbindet, sieht Spanka keinen Bedarf, an der Abstufung zu rütteln. „Das war Teil des ­Gesamtkonzepts der Ortsumgehung. Ich denke aber, dass der Kreis uns die Straße in einem guten Zustand übergeben wird.“ Den Erhalt der  örtlichen Verbindung stellt er generell nicht infrage. 

von Götz Schaub

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