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Wetter begräbt das Fest

Schlusspunkt Wetter begräbt das Fest

Anstrengende Grenzläufe, ein imposantes Feuerwerk, viel Musik und jede Menge Geselligkeit - gestern wurde ein gelungenes Fest „begraben“. Freudig, aber auch mit ein paar Tränen.

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Zum „Begraben des Festes“ kamen 500 Menschen auf den Marktplatz. Von links: Norbert Haselbauer, Andreas Schmauch, Günther Usinger, Kai-Uwe Spanka, Jens Jesberg, Thomas Lichtenfels, Karl-Heinz Kajewski und Holger Damm beim Austausch des Behälters von 2008 gegen den von 2015.

Quelle: Manfred Schubert

Wetter. Am Dienstagvormittag strahlte nochmals die Sonne zum letzten Akt, dem „Begraben des Festes“. Etwa 500 Menschen hatten sich dazu auf dem Marktplatz versammelt und erlebten nochmals emotionale Momente.

Anstrengende Grenzläufe, ein imposantes Feuerwerk, viel Musik und jede Menge Geselligkeit – gestern wurde ein gelungenes Fest „begraben“. Freudig, aber auch mit ein paar Tränen.

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„Guten Morgen, ihr seid ganz schön bekloppt“, wandte sich Bürgermeister Kai-Uwe Spanka nach einer kurzen Ansprache des Festausschuss-Vorsitzenden Karl-Heinz Kajewski liebevoll an die Akteure und Teilnehmer des „großartigen Festes“, das seit Mittwoch die Beteiligten fast rund um die Uhr in Atem gehalten hatte. Er sprach allen, die mit ihrem Einsatz zum Gelingen beigetragen hatten, seinen Dank aus.

Büschel Barthaar darf nicht fehlen

Dann ging es ans symbolische Begraben des Festes. Bauunternehmer Norbert Haselbauer und sein Mitarbeiter Thomas Lichtenfels entfernten die Pflastersteine und holten zunächst den Glasbehälter vom Grenzegang 2008 aus dem Boden. Der neue Behälter war schon mit dem Festprogramm, einer OP-Ausgabe und einem Getränkechip gefüllt. Spontan kamen noch ein Stück Peitschenschnur der Grenzeläufer, ein Schnuller von Festausschuss-Schriftführerin Carmen Bamberger, die voraussichtlich in einem Monat das „Grenzegangbaby“ zur Welt bringen wird, und ein Büschel Barthaar von Dieter Nolte, der bei „Wetteranus est“ den Schmied spielte, hinzu.

Menge applaudiert minutenlang

Grenzesteinbläser Günther Usinger spielte beim Versenken auf seiner mittelalterlichen Fanfare. Er werde in sieben Jahren nicht mehr dabei sein, da er dann 71 Jahre alt werde, erklärte er. Und auch zwei der Grenzeläufer verabschiedeten sich mit einem letzten Platzen. Holger Damm (47) und Andreas Schmauch (42) waren je dreimal dabei gewesen. Die Menge applaudierte minutenlang. Und auf Wunsch vieler Zuschauer sang am Ende nochmals Ecki Scherer mit den Wetteranern das Grenzeganglied.

„Es war ein tolles Fest, Begeisterung überall, 35000 Teilnehmer, ob es 5000 mehr oder weniger waren, ist nicht so wichtig. Wichtig ist, dass es ein schönes Fest ohne Zwischenfälle war, organisatorisch wurde alles wie geplant umgesetzt“, bilanzierten Kajewski und Vorstandsmitglied Heinrich Reh.

DRK hat mehr zu tun als 2008

DRK-Bereitschaftsleiter Horst Galonska erklärte, die etwa 50 Einsatzkräfte aus Wetter, dem Landkreis und der DRK-Partnerschaftsbereitschaft Eisenach hätten mit 20 bis 25 Einsätzen täglich mehr zu tun gehabt als beim letzten Fest. Meist ging es um Wespenstiche oder Kreislaufprobleme wegen der Hitze. Es habe keine großen Verletzungen oder Rangeleien gegeben.

„Ich bin stolz auf die Mannschaft, die hohe Einsatzbereitschaft und Disziplin gezeigt hat. Manche jungen Helfer haben von 5 Uhr morgens an Dienst getan, dann zwei Stunden Pause eingelegt und bis 2 Uhr nachts weiter Dienst gemacht“, betonte Galonska.

von Manfred Schubert

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