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Wenn bloß die Bundesstraße nicht wäre

Spaziergang in Göttingen Wenn bloß die Bundesstraße nicht wäre

Kein Witz, auch Göttingen wächst. In der Straße Riedetal und in der Bergstraße ist die Bundesstraße fast gar nicht zu hören. Zuletzt entstanden dort neue Häuser, ein Bauplatz wird wohl demnächst bebaut.

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Wildblumen in voller Blüte – so wird es je nach Blickwinkel auch an der B 252 in Göttingen erträglicher.

Quelle: Götz Schaub

Göttingen. Okay, mit dem sensationellen Bau-Boom in Sterzhausen kann Göttingen nicht mithalten, aber welcher Ort im Landkreis kann das schon? Nein, in Göttingen werden in dieser Hinsicht etwas kleinere Brötchen gebacken, aber sie werden gebacken. Und wer einmal in Göttingen sein Zuhause gefunden hat, lernt den Ort offenbar auch sehr lieben, denn „Leerstand“, so Ortsvorsteher Otto Selbmann ist nicht das Problem seines Ortes. Ein ganzes Objekt steht leer und baut allerdings auch zusehends ab. Sonst machen es sich die Göttinger so schön wie es eben geht.

Und wenn die B 252 beziehungsweise die B 62 nicht gerade durch den Ort führen würden, Göttingen wäre ein Dorf, in das sicher noch mehr Menschen ziehen würden. „Der größte Wunsch ist ein richtiges Neubaugebiet, und zwar an der Stelle, die den Ort besser zusammenwachsen lässt“, erläutert Selbmann, doch ist die Gemeinde nicht in Besitz dieser Flächen und es sieht auch nicht so aus, als würde sich daran in nächster Zukunft was ändern.

Lage Göttingens als Pluspunkt

Lahntals Bürgermeister Manfred Apell mahnt auch zur Vorsicht. „Selbst wenn das spruchreif wäre, müsste man abwägen, ob es wirklich etwas bringt.“ Damit spielt Apell auf das Baugebiet in Kernbach an, das trotz ruhiger Lage sich über lange Jahre nur schleppend abverkaufen ließ. Selbmann will den Straßenlärm nicht kleinreden, doch nimmt er an, dass die Lage Göttingens auch ein Pluspunkt sei. Man sei schnell in Marburg und über die Bundesstraßen auch in anderen Richtungen gut dran.

Während der Blitzer an der B 252 schon für eine gewisse Verkehrsberuhigung gesorgt hat, gibt es tatsächlich im Ort noch eine Stelle, wo durchaus etwas langsamer gefahren werden könnte: in der Reddehäuser Straße. Es gibt dort zwar ein kleines Schild, das auf spielende Kinder aufmerksam machen soll, doch das könnte man durchaus noch etwas besser hinkriegen, findet Selbmann.

Ruhebänken müssten renoviert werden

Bauhofleiter Willi Krannich und Heinrich Graf vom Bauamt der Gemeinde machten sich entsprechende Notizen. Auf der abschüssigen Reddehäuser Straße würden nicht selten von Radfahrern Geschwindigkeiten erreicht, die für spielende Kinder gefährlich werden können. In den Notizblöcken wurden auch das Aussehen verschiedener Ruhebänke vermerkt. Die maroden Holzlatten könnten recht fix ausgetauscht werden, meinte Krannich. Auch an der Friedhofskapelle, insbesondere am Glockenturm, müssten einige Holzteile erneuert werden.

Für ein optisches Problem auf dem Friedhof fand Krannich auch eine Sofortlösung. „Auch wenn es nicht immer die ganz großen Dinge sind, ist es sehr sinnvoll die Ortschaften immer mal wieder in Augenschein zu nehmen“, befand Manfred Apell.

von Götz Schaub

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