Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
„Weltmeister der Gastfreundlichkeit“

Tour nach Pisa „Weltmeister der Gastfreundlichkeit“

Was man mit gutem Willen und Einsatzbereitschaft in kürzester Zeit auf die Beine stellen kann, überwältigte drei Radfahrer auf Benefiztour nach Pisa. Nun singen sie im Tour-Blog ein Loblied auf die Münchhäuser als „Weltmeister der Gastfreundschaft“.

Voriger Artikel
Opfer stirbt nach Faustschlag
Nächster Artikel
Wetter erinnert an ehemalige Bürger der Stadt

Die Radler Hubert Kaiser (von links), Ralf Beckwermert und Udo Lange mit Spendeneinsammlerin Sonja Noll, Waldgasthaus-Inhaberin Ulrike Wenzel, Ferienwohnungsinhaberin Antje Junk und Koch Florian Feußner am mediterranen Benefiz-Buffet.

Quelle: Manfred Schubert

Münchhausen. „Aus der „Notunterkunft“ in Münchhausen wurde ein erster finanzieller Meilenstein für die Benefiztour von Udo Lange, Ralf Beckwermert und Hubert Kaiser. „Das halbe Dorf“, so schrieben sie in ihrem Blog, begrüßte sie am Waldgasthaus auf dem Christenberg.

Etwa 100 Menschen waren der Einladung von Gastwirtin Ulrike Wenzel gefolgt, an einem von ihr gesponserten und von Sohn und Koch Florian Feußner - kulinarisch passend zum Ziel Pisa - gestalteten mediterranen Pasta- und Salatbuffet zugunsten des von den Benefiz-Radlern unterstützten Projekts teilzunehmen.

Sämtliche Einnahmen aus dem Buffet kommen den „Inclusonics“ zugute. Inclusonics heißen die integrative Rockband und der Chor vom „Wertkreis Gütersloh“, bei dem 1400 Menschen mit Behinderung beschäftigt sind. Seit August 2011 treten sie regelmäßig auf, 2012 haben sie ihre erste CD „AufTakt“ veröffentlicht.

Damit dieses erfolgreiche inklusive Musikprojekt weitergehen kann, dafür treten die drei Männer kräftig in die Pedale ihrer Rennräder. Lange und Beckwermert waren im Vorjahr bereits für den gleichen guten Zweck bis nach Gibraltar gefahren, was 12420 Euro einbrachte.

In neun Etappen über 1350 Kilometer strampeln sie nun bis Pisa. Start war am Freitag um 8.30 Uhr in Versmold. Die ersten 20 Kilometer regnete es, später kamen die Steigungen des Sauerlands, insgesamt 1400 Höhenmeter. Über Winterberg kamen sie nach 165 Kilometern um 16.30 Uhr in Münchhausen an, nach 6,5 Stunden reiner Fahrzeit. Dort wurden sie von Antje Junk, die ihnen in ihrer Ferienwohnung nicht nur kostenlos Unterkunft gewährte, sondern in kürzester Zeit eine ganze Reihe von Hebeln in Bewegung gesetzt hatte, empfangen. Und gleich „weitergereicht“ an Ortsvorsteher Bodo Molodych, der die Fahrer samt ihren Rädern auf dem Anhänger hinter seinem Traktor Platz nehmen ließ. Den Anstieg zum Christenberg samt Besichtigung des Spiegelteichs unterwegs durften sie ganz entspannt genießen. Außerdem fuhren Mitglieder des Ortsbeirats und einige Kinder mit.

Was die Spendenradler am meisten erstaunte, war, in welch kurzer Zeit alle Aktionen organisiert worden waren. Zwar hatten sie, wie Udo Lange berichtete, bereits im Januar nach einer Unterkunft gesucht und ursprünglich Marburg im Auge gehabt. Dort sei aber nichts zu haben gewesen, schließlich kam man auf Münchhausen und Antje Junk, die gleich zusagte, die Unterkunft für das Projekt zu sponsern. Damals war aber noch nicht sicher, ob die Fahrt stattfinde. Erst eine Woche vor Tourbeginn bestätigten die Radler den Termin. Dann ging alles ganz schnell. Antje Junk fragte Ulrike Wenzel, ob sie den Spendenradlern eine vergünstigte Mahlzeit anbieten wolle, die wiederum hatte die Idee, ein Spendenbuffet zu veranstalten. Ortsvorsteher Bodo Molodych erhielt sieben Tage vor dem Termin die erste Information und begann seinerseits zu organisieren. Er holte die Erlaubnis, durch den Wald zu fahren, ein, in den beiden Festauschusssitzungen am Mittwoch wies er die Teilnehmer auf die Aktion hin, Svenja Gottschalk verschickte E-Mails an die Vereine.

Dass dann auch noch das Wetter mitspielte und alle das Buffet im Glanz der untergehenden Sonne im Freien genießen konnten, war das Tüpfelchen auf dem i. Ulrike Wenzel dachte schon wieder weiter, ob nicht einmal die „Inclusonics“ am Waldgasthaus auftreten könnten - von der Idee zeigten sich die Radler sehr angetan.

Wer den Blog (das Tagebuch) der Radler im Internet nachlesen möchte, findet diesen unter www.tour-gibraltar.de/2013-tour-nach-pisa/ Dort findet man auch das Spendenkonto.

von Manfred Schubert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nordkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr