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Wehrführer will keine Karteileichen mehr

Sterzhausen Wehrführer will keine Karteileichen mehr

Sterzhausens Wehrführer Andreas Wiegand will nach Vier-Augen-Gesprächen im November 2010 im Juli entscheiden, wer noch in der Einsatzabteilung verbleiben darf.

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Der Vorstand der Sterzhäuser Wehr: Frank Schüttler (v. li.), Dominik Riehl, Klaus Niesing, Torben Wenzel, stellvertretender Wehrführer Achim Diener, stellvertretender Vorsitzender Ingo Weismantel, Christian Zeilner, Vorsitzender Hans Gaszak und Wehrführer Andreas Wiegand.

Quelle: Manfred Schubert

Sterzhausen. In der Jahreshauptversammlung der Sterzhäuser Feuerwehr sprach Wehrfüherer Andreas Wiegand Klartext: „Wir wollen nur noch Leute in der Einsatzabteilung haben, die die Aufgabe wirklich ernst nehmen, Menschen zu helfen und entsprechend konsequent bei der Ausbildung mitmachen. Ich bin verantwortlich für den Verein und will lieber 15, die mit Herz und Seele dabei sind, als 30, die nur zum Spaß mitmachen. Ich habe drei Jahre lang versucht, alle Leute zu halten, in Zukunft entscheide ich als Wehrführer, wer dabei bleibt, ich will keine Karteileichen mehr.“
Im Gespräch mit der OP erläuterte Wiegand, dass er im November 2010 viele Vier-Augen-Gespräche geführt und den Kandidaten die Chance gegeben habe, bis Ende Juni an den Übungen teilzunehmen, danach entscheide er. „Ich will keine Elitetruppe schaffen“, stellte er klar, „sondern eine hundertprozentig funktionierende Einsatzabteilung haben. Die Mitglieder können natürlich auch Spaß haben, aber sie müssen ihre Leistung bringen.“
Was Wiegand nicht mehr erleben will, ist, dass jemand kaum zu den Übungsdiensten erscheint, einmal im Jahr zu einem Einsatz mitfährt und dann nicht weiß, wo welche Geräte auf dem Fahrzeug gelagert sind.

von Manfred Schubert

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